Veganer war gestern - Das essen KLIMATARIER um Klimawandel zu stoppen

Klimatarier richten ihre Ernährung an CO2-Emissionen aus.
Klimatarier richten ihre Ernährung an CO2-Emissionen aus.Foto-Quelle: Pixabay
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Von News Team

Klimatarier zählen nicht etwa Kalorien. Sie zählen die CO2-Emission, die ihre Ernährung verursacht. Um ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten, essen sie rein nach ökologischen Gesichtspunkten: Essen gegen den Klimawandel sozusagen.

Die österreichische Food-Bloggerin Catrin Neumayer ernährt sich bereits seit viereinhalb Jahren klimatarisch. Sie verzehrt nur Lebensmittel, deren Produktion so wenig Treibhausgase wie möglich verursachen. In der "Hannoversche Allgemeine" sagt die junge Mutter:

Ich stelle mir immer die Frage: Wann ist etwas verfügbar, wann muss es nicht um die halbe Welt geflogen werden, wie viel Wasser und Energie gehen dafür drauf.

Neumayer verzichtet demnach auf Fleisch, Butter und Importware. Stattdessen kommen saisonale, regionale und Bio-Produkte auf den Teller.

Nahrungsmittel verursachen 30 Prozent der CO2-Emissionen


Doch ist das nicht ein wenig übertrieben? Überraschenderweise nicht. Laut einer Studie des WWF verursachen Nahrungsmittel fast 30 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen. Der Verkehr dagegen nur 14 Prozent. Konsum und Produktion von Lebensmitteln gehört demnach zu den Hauptursachen für den Klimawandel.

Verantwortlich dafür sind Transport, Lagerung, Verpackung und die Weiterverarbeitung der Produkte. Auf die Art und Weise werden allein in Deutschland pro Jahr 203 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente freigesetzt.

Besonders Fleisch ist ein großer Luftverschmutzer. Hühner, Schweine und Rinder verursachen Methangas. Allein 1 kg Rindfleisch emittiert 11 kg CO2-Äquivalente. Im Vergleich: 1 kg frisches Gemüse nur 130 Gramm.

Im Video |Das macht der Klimawandel mit unseren Wohnorten

Beim "Climate Eating" geht es weniger um die eigene Gesundheit als um die Gesundheit des Planeten, so Nachhaltigkeitsexperte Daniel Anthes vom Zukunftsinstitut in Frankfurt.

Die Regeln sind einfach:

  • 1. Tierische Lebensmittle durch pflanzliche ersetzen
  • 2. Nur regionale, saisonale Produkte in Bio-Qualität kaufen
  • 3. Selbst kochen
  • 4. Weniger wegwerfen
  • 5. Verpackungen vermeiden
  • 6. Nicht auf Mindeshaltbarkeitsdaten achten

Superstars wie Schauspieler Leonardo di Caprio oder Sängerin Beyonce schwören auf die klimatarische Ernährung. Klimaforscher begrüßen den Trend, der jedoch noch in den Kinderschuhen steckt.

Ökologischen Fußabdruck verringern


Der schwedische Klima-Experte Johan Rockström ist der Meinung, dass jeder mit veränderter Ernährung etwas gegen den Klimawandel tun kann. Er errechnete, dass der persönliche ökologische Fußabdruck um die Hälfte verringert werden kann, wenn wir unseren täglichen Konsum wie folgt reduzieren würden:

  • 40 statt 170 Gramm Fleisch pro Tag
  • 500 Gramm Obst und Gemüse
  • Maximal 250 Gramm Milchprodukte

Es klingt doch eigentlich gar nicht so schwer. Und: Dem Körper würde wird damit auch noch einen Gefallen tun.

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1 Kommentar

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Dafür reisen unsere Politiker in Urlaub, Hochzeiten, Umweltschutz mit dem Flugzeug um die Welt. Unser neuer Diesel muss es aber buessen. Hier geht es nach dem Motto wer am besten verarscht reist am weitesten.
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