Rentnerin plötzlich obdachlos – Frau (65) sucht seit 9 Monaten eine Wohnung

Seit 9 Monaten obdachlos: Monika findet in Köln keine Wohnung
Seit 9 Monaten obdachlos: Monika findet in Köln keine WohnungFoto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

Vor neun Monaten war Monikas Welt noch einigermaßen in Ordnung. Sie lebte mit ihrem Bruder in einer Kölner Wohnung. Die 65-Jährige hatte nicht viel, doch es reichte zum Leben. Heute ist die Rentnerin obdachlos. Ihre zwei Hunde sind ihre einzige Freude.

In "Bild" erzählte die tief gefallene Frau ihre tragische Geschichte:


Monika war zu ihrem Bruder gezogen, nachdem dieser von seiner Ehefrau verlassen worden war. Doch als die Ex zurückkam, war für Monika kein Platz mehr. Am 28. Juli vergangenen Jahres zog sie aus. Mit ihrem Rollator und zwei Hunden.

Mein Bruder hat mich aus der Wohnung gemobbt. Ich habe alle meine Sachen gepackt und bin raus.

Seitdem sucht die Rentnerin vergeblich nach einer neuen Bleibe. Zunächst kam sie bei Bekannten unter, irgendwann blieb nur noch eine Parkbank. Nachdem Monika im Januar krank geworden war, erwirkte ein Arzt, dass sie bei der Winternothilfe ein Bett bekam. Bis Ende März. Seit April ist die 65-Jährige wieder ohne Obdach.

Nicht ohne ihre Hunde


Laut Amt stehe ihr eine 50 Quadratmeter-Wohnung zu. Maximale Miete 576 Euro. Bislang suchte Monika vergeblich. In ein Hotelzimmer, wie vom Wohnungsamt angeboten, will sie nicht ziehen. Denn dann könnte sie ihre beiden Hunde nicht mitnehmen. Die Tiere sind aber alles, was ihr geblieben ist.

Sie sind mein Ein und Alles. Wenn ich an sie denke, greife ich nicht zur Flasche, so wie viele andere Obdachlose.

Auch das Seniorenheim ist keine Alternative. Monika will ihre Freizeit selbst gestalten.

Kein abgezähltes Taschengeld und keine Beschäftigungstherapie. Ich will einfach nur wieder heimkommen und hinter mir eine Tür schließen können.

Die "Bild" startete deshalb einen Aufruf. Wer eine Wohnung für Monika und ihre Hunde hat, möge sich unter koeln@bild.de melden.

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6 Kommentare

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Es ist gut gesagt besser fürs Alter vorzusogen, wenn es gutbezahlte Arbeit gibt.
So ein Quatsch. Druckst du dein Geld selber? Wo gibt es denn heute noch gut bezahlte Arbeit? Die meisten Frauen waren in ihrem Leben nie arbeiten. Kinder, Haushalt und der Partner hat das Geld heim geschleppt. Bis wann konnte man das so machen? Maximal bis zur Einführung vom Euro. Dann war Schluss mit lustig. Ohne Moos nix los. Da ist dann nichts mehr mit besser fürs Alter vor zu sorgen. Kommt dann noch Trennung, der Tot des Partners oder weis der Teufel was. dann war es das. Können die eigenen Kinder da helfen? Wohl ehr nicht. Die sind meist selber froh wenn die Kohle bis zum Monatsletzten reicht. Das System ist krank. Wichtig ein Asylbewerber bekommt eine günstige Wohnung von der Stadt. Langsam werden da auch die Sozialgerichte wach. Im Nachbarhaus ist ein Paar vor 1,5 Jahren mit einem Kind in eine 4 Raum Wohnung gezogen. Das 2.Kind war unterwegs. Er Vollzeit beschäftigt aber die Familie muss aufstocken. 14 Tage nach der Geburt ist das Kind im Krankenhaus gestorben. Es war nie mit in der Wohnung. Die ARGE weigerte sich die Mietkosten für die Wohnung zu übernehmen. Sie sollten sich eine kleiner Wohnung suchen. Da es weder auf dem freien Wohnungsmarkt noch bei der Stadt eine gab und die ARGE nur noch nach Mitspiegel für die m² zahlte, haben beide geklagt und jetzt nach über 1,5 Jahren gewonnen. Die Arge muss zahlen und das gekürzte nachzahlen. Eine Revision gegen das Urteil ist nicht zugelassen. Da der freie Markt weder zum von der Arge festgelegten Mietpreis etwas hergibt noch die Stadt in dieser Richtung und vor allem Größe etwas zu bieten hat, müssen die Kosten übernommen werden. Zumal ja auch nicht vorhersehbar war das das 2. Kind 14 Tage nach der Geburt verstirbt. Sollte Bundesweit so gehandhabt werden. Stehen keine Sozialwohnungen zu Verfügung, hat die Arge zumindest bei Rentnern die zu wenig Rente haben und vielleicht auch noch aufstocken müssen, dann halt auch die Mehrkosten zu übernehmen und zu zahlen. Was Kommunen an Geld durch nicht bauen von Sozialwohnungen eingespart haben, müssen sie jetzt halt drauflegen. Aus meiner Sicht mehr als nur Gerecht. Geiz am falschen Platz ist da halt nicht geil.
Das kann natürlich sein. Da hat der eine Satz gleich eine ganz andere Bedeutung.
Ihr habt recht. Ich habe da ein kleines Wörtchen vergessen. Der Beitrag von Willy zeigt die Wirklichkeit. Wo finden die Betroffenen eine Wohnung mit den von der ARGE geforderten Große und niedrigen Miete. Es werden Wohnungen modernisiert, damit die Miete erhöht werden kann. Die Regierung hat es versäumt, enge grenzen zu setzen. Ich habe mal einem betroffenen Bekannten bei der ARGE geholfen und wir waren schon auf der Zielgeraden. Leider wurde der Betreffene so unter Druck gesetzt, bis er einknickte. Warum werden Bedürftige zu Bittstellern gemacht. Nennt man das sozial ?
wize.life-Nutzer. Genau so ist es. Dein Bekannter ist eingeknickt. Andere schmeißen die Flinte ins Korn, machen einen Cut und leben von da an auf der Straße. Viele würden eine Einraumwohnung beziehen. Wenn für sie der Bürokratenberg mittlerweile nach zig Versuchen einfach nicht mehr erklimmbar ist. Da reicht ein Monat auf der Straße und von den Papieren die sie dafür zwingend benötigen existiert nichts mehr. Traurig aber wahr.
Es ist ein Armutszeugnis und gleichzeitig dokumentierte Unnfähigkeit deutscher Politiker, wenn die Zahl der Millionäre stetig zunimmt, aber im Gegenzug 16 Mill. Menschen in Armut leben. Lebensmittel aus Supermärkten werden in Müllcontainer entsorgt. Wer sich daraus bedient, wird strafrechtlich verfolgt, weil Mull, deren Eigentümer auf sein Eigentumsrecht verzichtet hat, indem er ihn als Müll entsorgt.
Ist das nicht absurt, verwirrter Rechtssystem oder?
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