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Ein 700 Meter langes und 60 Meter breites Band aus Altschnee mitten im Grüne ...

Kitzbüheler Alpen: Skisaison schon eröffnet - Umweltverbände kritisieren künstliches Schneeband

News Team
Von News Team

Am vergangenen Wochenende startete auf der Resterhöhe in den Kitzbüheler Alpen bereits die Skisaison. Bei zweistelligen Plusgraden und auf grünen Wiesen. Ein 700 Meter langes Band aus aufbereitetem Altschnee aus dem Vorjahr macht es möglich. Während die Betreiber der Kitzbüheler Bergbahnen einen wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen dieser Maßnahme betonen, hagelt es von Umweltverbänden und grünen Politikern erhebliche Kritik.

"In Zeiten der Klimakrise ist das nur mehr grotesk. Das ist Skitourismus mit der Brechstange, wie ihn Tirol weder braucht noch notwendig hat", so der grüne Tourismussprecher Georg Kaltschmid laut "Puls 4".

IM VIDEO: Skisaison-Start bei Plusgraden: Schneebahn regt auf


Der konservierte Schnee wurde unter großem Aufwand der Pistenraupen 80 Zentimeter dick aufgetragen, damit die Bergbahnen im Oberpinzgau ihren Betrieb auf 1800 Metern Höhe so früh aufnehmen können. Laut "RTL" waren dafür 30.000 Kubikmeter Schnee benötigt.

WWF fordert Umdenken im Skitourismus

Klimaforscher Marc Olefs von der Zentralanstalt für Meterologie und Geodynamik sagte: "Wenn man es vom Umweltaspekt betrachtet, muss man natürlich den CO2-Fußabdruck der gesamten Maßnahmen beurteilen."

Der WWF forderte ein grundsätzliches Umdenken und warnte davor, dass der Respekt vor der Natur im Wintertourismus immer mehr verloren gehe. "Unter großem Material- und Ressourceneinsatz wird die Skisaison gegen die natürlichen Bedingungen künstlich verlängert", beklagte WWF-Landschaftsökologe Josef Schrank bei "krone.at".

Zugleich würden in hochalpinen Lagen auch die letzten unerschlossenen Gebiete und unberührten Gletscher für noch mehr Skipisten verbaut. "Diese Art des Skitourismus ist keinesfalls ökologisch vertretbar. Wir brauchen dringend ein Umdenken, weg von diesen zerstörerischen Trends und hin zu einem Tourismus, der mit der Natur arbeitet anstatt gegen sie."

Betreiber berufen sich auf Naturschutzverfahren

Die Betreiber der Kitzbüheler Bergbahnen verweisen dagegen darauf, im Vorfeld ein Naturschutzverfahren beantragt zu haben. Dessen Ergebnis zeige, dass der frühe Saisonstart nicht klimaschädlich sei. Der Schnee müsste am Ende der Saison auf auf den Pisten verteilt werden, damit er schmelzen könne. "So wird er eben an einem Platz zusammengeschoben", so Josef Burger laut "RTL".

Die Umweltbehörde habe entscheiden, dass das Schneedepot für 15 Jahren angelegt werden darf. Einzige Voraussetzung: nicht vor dem 11. Oktober.

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2 Kommentare

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Hauptsache der Rubel rollt.
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Auch was solls. In einigen Jahrzehnten sieht das auch im Winter so aus. Als ob sich irgendjemand für die Umwelt interessiert. Es geht immer nur um Umsatz und Konsum.
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