Ungewöhnlich starker Orkan rast auf Europa zu – Wo er besonders heftig zuschlägt

Ein ungewöhnlich starker Orkan kommt nach Europa
Ein ungewöhnlich starker Orkan kommt nach EuropaFoto-Quelle: TWC
News Team
Von News Team

Am Wochenende wird es an den Küsten Westeuropas ernst. Aus einem kleinen Tiefdruckgebiet in Kanada entwickelt sich binnen 48 Stunden auf dem Atlantik ein riesiger Orkan, angetrieben von einem ungewöhnlich starken Jetstream. Seine Auswirkungen.


„Der Polarjet über Nordamerika und später über dem Atlantik macht aus einem normalen Tiefdruckgebiet ein Wettermonster“, erläutert „The Weather Channel“-Meteorologe Jan Schenk.
Das Starkwindband in 8 bis 10 Kilometer Höhe erreicht über Nordamerika demnach schon am Donnerstagabend Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h sowie im weiteren Verlauf bis zu 400 km/h. „Solche Werte sind selbst für den Jet selten“, so Schenk.

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Bretagne trifft es am härtesten

Am Samstagabend trifft der Orkan den Prognosen zufolge auf Nordfrankreich. Nach Stand vom Mittwoch wird die Bretagne von den stärksten Winden getroffen. Die mittleren Windgeschwindigkeiten erreichen demnach in der Biskaya, im Englischen Kanal und an der bretonischen Küste 120 km/h, in Böen auch mehr. Es könnten stundenlang großräumige Orkanwinde mit zerstörerischer Kraft wehen.

Der Orkan bringt zudem starken Regen. Bis zum Ende des Wochenendes fallen nach den Prognosen verbreitet im Nordwesten Frankreichs bis zu 100 Liter Regen auf den Quadratmeter, mehr als normalerweise in einem Monat.

Gefahr für Südküste Englands

Gefährlich wird es dem Wetterdienst zufolge auch an der Südküste Englands. Die Seefahrt im Englischen Kanal könnte eingeschränkt werden, an der Küste drohen ebenfalls Orkanwinde.
Weite Teile der Britischen Inseln könnten eher glimpflich davonkommen, wenngleich das Auge des Orkans nach jetzigem Stand über den Englischen Kanal zieht.

Sturmflutgefahr in Frankreich und Nordspanien

Der Norden Spaniens bekommt die Ausläufer zu spüren – mit Sturmwinden mit eingebetteten Orkanböen an. Besonders gefährlich wird es auf dem Meer. Die Wellen können sich auf bis zu 9 Meter auftürmen und dann die Küste treffen. Es herrscht Sturmflutgefahr in Frankreich und Nordspanien.

Der Orkan kommt einem kleinen Tiefdruckgebiet gleich. Mit seinen Ausläufern dürfte er sich den Angaben zufolge am Wochenende über gut 2000 Kilometer von Nord nach Süd und von Ost nach West erstrecken.

Deutschland im Glück – Sturm geht fast vorbei

Bei uns in Deutschland wird es am Wochenende auch windig werden. Von dem Orkan kommen allerdings nur noch Sturmböen von Samstag bis Montag im Westen und Norden an. Das Wetter wird insgesamt unbeständig sein mit teils kräftigen Schauern. Da Deutschland auf der warmen Vorderseite des Sturms liegt, kommt warme Luft aus Süden und Südwesten nach Deutschland, und es kann bis zu 20 Grad warm werden, am Alpenrand auch dank Unterstützung des Föhns.

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