US-Wetterdienst warnt vor Leguan-Regen in Florida

Leguane werden bei einstelligen Temperaturen starr
Leguane werden bei einstelligen Temperaturen starrFoto-Quelle: Glomex/Kabel 1
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Von News Team

Im Süden der USA herrschen gerade ungewöhnlich kalte Temperaturen. Das kann kuriose Folgen haben, auf die jetzt der Nationale Wetterdienst in Miami aufmerksam gemacht hat. Er warnte die Menschen davor, dass es Leguane regnen könnte.


"Wundern Sie sich nicht, wenn Sie heute Abend Leguane von den Bäumen fallen sehen", twitterte das Büro des Nationalen Wetterdienstes von Miami am Dienstagnachmittag (Ortszeit).


Leguane werden starr - schon bei einstelligen Temperaturen

Hintergrund ist, dass die nach Florida eingewanderten Leguane aus dem Süden kommen und schlecht mit Kälte umgehen können, wie CNN erläutert. Die Kaltblütler werden extrem träge und lethargisch. Schon wenn das Thermometer unter 10 Grad sinkt, macht sich das bemerkbar. Ab etwa 7 Grad fahren sie die meisten Körperfunktionen zurück und werden starr.

Ungewöhnlich kühl

Und derzeit ist es im Süden der USA ungewöhnlich kühl. Die Temperaturen liegen im Durchschnitt 10 bis 15 Grad unter der Norm, so dass sie selbst im Süden Floridas teils nur noch einstellig sind.

Länger anhaltende Starre lässt Leguane herunterfallen

Bleiben sie bei anhaltend kühlen Temperaturen länger als acht Stunden in der Starre, drohen sie allerdings zu sterben, vor allem die kleineren Leguane. Die Folge: Sie fallen von den Bäumen, auf denen Leguane oft schlafen, und plumpsen auf Straßen, Autos oder auch auf Menschen.

Da ausgewachsene Leguan-Männchen bis zu 1,5 Meter lang und gut 9 Kilo schwer werden, kann ein fallender Leguan durchaus Schaden anrichten.

Leguane passen sich allmählich an

"Die Temperaturschwelle, ab der Leguane in einen Ruhezustand übergehen, hängt stark von der Größe des Leguans ab", erklärt Ron Magill, Kommunikationsdirektor des Zoo Miami. "Im Allgemeinen gilt: Je größer der Leguan, desto mehr Kälte kann er für längere Zeit ertragen."

Viele Leguane in Südflorida suchen bei Kälteeinbrüchen daher inzwischen tiefe Höhlen auf, wo sie vor Kälte geschützt sind. Oder sie suchen ihren Lebensraum in der Nähe großer Gewässer, wo die Lufttemperaturen in der Regel langsamer abkühlen.

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