Berührende Geste: Menschenaffe reicht Mensch die Hand

Berührende Geste
Berührende GesteFoto-Quelle: Instagram/Anil Prabhakar
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Kann das wirklich wahr sein? Im Dschungel von Borneo holt ein Mann Giftschlangen aus einem Fluss, die der Orang-Utan-Population dort gefährlich werden könnte. Einer der Affen sieht das und reicht dem Mann die Hand. Wirklich aus Dankbarkeit?

Zunächst zu den quantifizierbaren Fakten: 64.000 Mal wurde das Bild von Anil Prabhakar auf Instagram bereits geliked. Der Hobbyfotograf notierte daneben: "Wenn die Menschlichkeit unter den Menschen tot ist, führen uns Tiere manchmal zurück zu unseren Wurzeln."

Interessanter Gedanke. Mindestens genauso interessant ist jedoch die Frage nach den Beweggründen: Was hat den Menschenaffen wirklich veranlasst, dem Menschen seine Pranke zu reichen? Hat das Tier wirklich kapiert, was der Mann da im Fluss tat? War es eine Geste der Freundschaft, ein Ausdruck von Dankbarkeit gar?

Die Giftschlangen zählen zu den natürlichen Feinden der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans auf der indonesischen Insel. Die Arbeit des Mannes, der bis zur Brust im schlangenverseuchten Gewässer steht, ist also nicht ganz unwichtig für den Fortbestand der Population.

Nicht vergessen: Orang-Utans sind Wildtiere

Prabhakar, dessen Foto beim Besuch des Orang-Utan-Schutzgebiets der Stiftung Borneo Orangutan Survival Foundation (BOS) entstanden ist, sagte dem US-Sender "CNN": "Ich sah, wie der Orang-Utan sehr nahe kam und dem Mann die Hand anbot. So als wolle er sagen: Kann ich helfen?"

Die ausgestreckte Hand ergriff der BOS-Mitarbeiter nicht. Er suchte sich eine andere Stelle, um aus dem Fluss zu steigen. Denn: Orang-Utans seien wilde Tiere. Und es lasse sich nur schwer vorhersagen, wie sie auf engen menschlichen Kontakt reagierten.

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