Gartentipps für den Herbst: Jetzt pflanzen, was gefällt

Gartenarbeit im Herbst - jetzt ist die beste Zeit zum Pflanzen
Gartenarbeit im Herbst - jetzt ist die beste Zeit zum PflanzenFoto-Quelle: Pixabay
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Herbstzeit ist Pflanzzeit: Bereichern Sie Ihren Garten um Bäumchen und Büsche! Haben Sie die Tulpen fürs nächste Jahr schon gelegt? Was bleibt noch auf den Gemüsebeeten? Und was machen Sie mit unreifen Tomaten? Lesen Sie unsere aktuellen Gartentipps.

Ziergarten

Gepflanzt werden kann jetzt alles - Bäume und Sträucher, Äpfel, Birnen und Blumenzwiebeln, für die sich auch in einem zugewachsenen Garten immer noch ein Plätzchen findet. Ein paar Narzissen, Krokusse und Blausternchen passen immer noch in das Staudenbeet oder vor und unter blattabwerfende Sträucher. Laubgehölze als Nachbarn eignen sich besonders gut, weil die meisten Blumenzwiebeln bereits vor der vollständigen, schattengebenden Entwicklung der Gehölze blühen.

Tulpen sind problemlos und wachsen in jedem Gartenboden. Legen Sie die Zwiebeln in allseitigen Abstand von 12 bis 15 Zentimetern in die Erde, aber unbedingt an einem Platz an der Sonne. Bei Kleinblumenzwiebeln wie Krokusse, Blausternchen, Schneeglöckchen und Winterlingen beträgt die Legetiefe acht bis zehn Zentimeter. Wichtig vor allem ist, möglichst viele Zwiebeln einer Art und Sorte zu Pflanzen, denn das erst gibt wunderschöne Gartenbilder.

Möchten Sie Ihren Garten mit einem Strauch oder einem Baum bereichern, sollten Sie die Pflanzgrube zwei Spaten tief ausgraben, den Boden unten auflockern und die ausgehobene Erde mit Kompost oder organischem Dünger vermischen. Nach dem Einpflanzen verdichten Sie die Erde ringsum mit ein paar festen Tritten. Dadurch entsteht eine Mulde für das Gießwasser, das Sie in den ersten Wochen reichlich ausbringen müssen.

IM VIDEO | Herbst ist Laubzeit - Das müssen Sie beachten

Bei Heckenpflanzung bedenken Sie, dass sich die Zahl der Heckensträucher je laufender Meter nach Wachstumsart und Größe richtet. Um die Sache nicht zu komplizieren, empfiehlt es sich, etwa sechs bis sieben Pflanzen je zwei Meter zu setzen.

Die Wurzeln der Rosen sind vor der Pflanzung um ein Drittel einzukürzen, weil sich an den Schnittstellen dann schneller Saugwurzeln bilden. Achten Sie beim Pflanzen darauf, dass die Veredlungsstelle, an der Verdickung über den Wurzeln deutlich zu erkennen, etwa 5 Zentimeter mit Erde bedeckt wird. Sonst treibt hier das meistens aus Wildrosen gebildete Wurzelstück aus.

Damit die Rasengräser gut durch den Winter kommen, nehmen Sie einen Rechen zur Hand und säubern Sie den Rasen von allem, was der Wind herangeweht hat. Besser ist ein Vertikutierrechen, der den Rasen gleichzeitig entfilzt und entlüftet. Dann wird zum letzten Mal gemäht.

Nutzgarten

Bei Gemüse sollten Sie die Erntereife fördern und alles unterlassen, was sie verzögern könnte. Also: nicht mehr düngen und nicht mehr gießen, außer bei einer lang anhaltenden Trockenperiode.

Wenn Sie einen Obstbaum pflanzen wollen, achten Sie darauf, das Bäumchen nicht zu tief in die Erde zu „versenken". Die Veredelungsstelle, an einer Verdickung am Stammgrund leicht zu erkennen, muss in jedem Fall über dem Erdreich bleiben. Pflanzen Sie Beerenobst, es ist wie für den Garten geschaffen. Es braucht wenig Platz, kann einfach ohne Leiter geschnitten, gepflegt und geerntet werden. Außerdem brauchen Sie auf Früchte nicht lange zu warten, denn die Ernte beginnt oft schon im ersten Jahr nach dem Pflanzen. Man kann bequem von den Büschen naschen: Je nach Art und Sorte von Juni (Stachelbeeren) bis Oktober (Brombeeren).

Auf den Gemüsebeeten bleiben noch Feldsalat, Spinat, Rosenkohl, Grünkohl und Schwarzwurzeln. Damit Sie Gemüse nach Frosttagen leicht aus der Erde nehmen können, bedecken Sie ringsum die Beete mit einer dicken Schicht aus Laub, grobbrockigem Kompost oder angetrocknetem Rasenschnitt.

Zimmergarten und Balkon

Der Schnitt von Balkon- und Kübelpflanzen sollte vor dem Einräumen erfolgen. Geranien werden auf vier bis fünf Augen (das sind Austriebsstellen, an denen Verdickungen leicht zu erkennen) zurückgeschnitten. Fuchsien und Margeritenbäumchen schneiden Sie um die Hälfte gewissermaßen auf Stummel zurück.

Ihr Winterquartier (Keller, Garage, Speicher, Wintergarten) beziehen jetzt alle Balkon- und Kübelpflanzen. Der Keller sollte so hell wie möglich sein und das Thermometer nie über acht Grad Celsius klettern. In solchen kühlen Räumen ist die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass Sie die Pflanzen nur selten anfeuchten und nie gießen müssen.

Zimmerpflanzen sollten Sie nun nicht mehr düngen und auch weniger gießen. Ausgenommen sind alle blühenden Pflanzen. Es gilt diese Regel: Je kühler die Temperaturen, desto weniger gießen.

Der besondere Tipp: Legen Sie grüne Tomaten, die am Strauch nicht mehr reif werden, auf die Fensterbank und zwar am besten dort hin, wo sich ein Heizkörper befindet, weil Temperaturen um 20 Grad Celsius den Reifevorgang fördern. Auch reife Äpfel, zwischen die Tomaten gelegt, lassen die Früchte rot werden, wenn Sie beide Fruchtarten mit Papier abdecken.

Der Beitrag wurde verfasst von Gerd Spiegel.

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