Lügde: Erste Anklage umfasst 300 Missbrauchsfälle

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Lügde: Erste Anklage umfasst 300 Missbrauchsfälle
Lügde: Erste Anklage umfasst 300 Missbrauchsfälle
News Team
Von News Team

300 Missbrauchsfälle: Das ist die Zahl der Straftaten, die eine erste Anklage im bisher schrecklichsten Fall von Kindesmissbrauch in Deutschland umfasst. Als Geschädigte werden 21 Kinder und Jugendliche genannt - an vielen von ihnen sollen sich die zwei Angeklagten im Laufe der Jahre mehrfach vergangen haben. In 230 Fällen wird der Missbrauch als schwer eingestuft.

IM VIDEO | Berichte zum Fall Lügde: Kinder mussten Kinder missbrauchen


Darüber berichtet die „Rheinische Post“ (RP). In der nun erhobenen Anklage wird aber dem Bericht zufolge nur einer der Hauptbeschuldigten aufgeführt. Neben dem 56-jährigen Dauercamper Andreas V. richte sich diese erste Anklage auch gegen den 49-jährigen Heiko V. aus Stade. Ihm werde vorrangig die Teilnahme an einem Videochat vorgeworfen.

Im Gespräch mit RP hatte Peter Wüller, der als Rechtsanwalt vier der Geschädigten vertritt, erklärt, die befragten Kinder und Jugendlichen hätten gerichtsvertretbare Aussagen bei den Vernehmungen gemacht. Gegen die zwei Hauptbeschuldigten rechne er deshalb mit hohen Haftstrafen von bis zu 14 Jahren.

Die Anklage gegen den zweiten Hauptbeschuldigten, Mario S. aus Steinheim, steht laut RP noch aus. Der Zeitung zufolge soll sein Anwalt gesagt haben, er habe seinem Mandanten zu einem Geständnis geraten, um den Kindern eine Aussage vor Gericht zu ersparen und womöglich das Strafmaß zu senken.

Auf Anfrage von RP erklärte das Gericht, nach erfolgter Zustellung der Anklage an die Beschuldigten werde es eine Information zum genauen Inhalt der Schrift geben.

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