Junger Rottweiler fiel Familie an - Besitzer lässt ihn einschläfern | Baden-Württemberg

Rottweiler wurde nach Attacke eingeschläfert
Rottweiler wurde nach Attacke eingeschläfertFoto-Quelle: Pixabay (Symbolfoto)
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Meßkirch. Eine Frau (30) und ihre beiden kleinen Kinder sind am Dienstagnachmittag in der baden-württembergischen Kleinstadt Meßkirch von einem Hund angegriffen und verletzt worden. Wie die Staatsanwaltschaft Hechingen am Donnerstag mitteilte, ist das fünf Monate alte Tier bereits eingeschläfert worden.

Der Halter hat sich den Angaben zufolge selbst dazu entschieden, den Hund von einem Tierarzt töten zu lassen, berichtet die "Südwestpresse".

30-Jährige war mit ihren zwei Kindern unterwegs

Wie die Polizei bereits am Mittwoch mitgeteilt hatte, war die 30-Jährige mit ihrem Fahrrad und Fahrradanhänger unterwegs. Der dreijährige Sohn fuhr mit seinem Kinderfahrrad. Als der Junge Unterstützung benötigte, stellte die Mutter ihr Fahrrad ab, der einjährige Sohn blieb bei ihr auf dem Gehweg stehen.

"Plötzlich und ohne ein vorheriges Ereignis wurde die Familie durch einen jungen Rottweiler angegangen", so die Polizei. Und weiter: "Der fünf Monate alte Hund war auf einem angrenzenden Grundstück auf die Personen aufmerksam geworden und hatten den bisherigen Erkenntnissen zu Folge die Umfriedung überwunden, bevor er zunächst das einjährige Kleinkind an der Kleidung packte."

Die Mutter nahm das Kind auf den Arm. Der Rottweiler reagierte mit einem Angriff auf die Mutter und verbiss sich in ihrem Oberarm. Obwohl der Hund nicht abließ, gelang es der 30-Jährigen, beide Kinder in den Fahrradanhänger zu setzen und davonzufahren.

Flucht auf Traktor

Nach etwa 500 Metern flüchtete sich die drei auf einen in einem Hofraum abgestellten Traktor. Der Rottweiler lief bis dahin hinter der Familie her. Unbeteiligte wurden auf die Familie aufmerksam und leisteten Hilfe. Der Rottweiler machte kehrt.

Mutter schwer verletzt

Die Mutter wurde durch einen Notarzt versorgt und dann in ein Krankenhaus transportiert. Auf Grund der erlittenen Verletzungen musste sie dort stationär aufgenommen werden. Der einjährige Sohn konnte nach ambulanter Behandlung entlassen werden, ebenso sein dreijähriger Bruder.

Während der Einjährige durch die Einwirkung des Rottweilers blutende Verletzungen am Kopf und im Gesicht erlitten hatte, wurden bei dem Dreijährigen diverse Prellungen und Hämatome diagnostiziert.

Polizei ermittelt Hundehalter

Der Rottweiler-Halter wurde durch die Beamten der Polizeihundeführerstaffel bei sich Zuhause überprüft. Sie verpflichteten ihn, sein Tier nur unter Aufsicht zu halten und nur angeleint auszuführen, was auch zugesagt wurde, so die Polizei. Nun aber bekam er die Todesspritze.

Die Staatsanwaltschaft Hechingen und die Polizeihundeführerstaffel des Polizeipräsidiums Konstanz ermitteln wegen fahrlässiger Körperverletzung. Der Hundehalter und dessen Lebensgefährtin waren während des Vorfalls nicht zu Hause. Die Aufsicht über den Hund hatte eine Familienangehörige. Sie war nicht auf den Vorfall aufmerksam geworden.

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3 Kommentare

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was ist passiert das ein so junger Hund ,so bissig ist ??
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Wann/Woran erkennt man falsche Toleranz ... immer wenn es zu spät ist. Zieht man Konsequenzen? ... Oft wird verdrängt!
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Ganz ehrlich, am liebsten würde ich den Besitzer einschläfern lassen.
Rottweiler sind prachtvolle Tiere, sie brauchen allerdings eine liebevolle und konsequente Erziehung. Der Besitzer verletzt seine Aufsichtspflicht und das Tier wird eingeschläfert.
Für die Mutter und den Kleinen tut es mir sehr leid, ein Schock für das ganze Leben.
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