Elektrotretroller, E-Scooter & Co.: Worauf Käufer achten müssen

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Bestimmte Elektro-Roller sind bald für den Straßenverkehr freigegeben. Die DEKRA Experten geben Tipps für den richtigen Umgang damit.
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Nach der Freigabe durch den Gesetzgeber dürfen sich E-Scooter bald auch in Deutschland im öffentlichen Verkehrsraum bewegen. Bei der Anschaffung müssen Verbraucher allerdings einige Aspekte beachten, wie etwa Zulassung, Versicherungsschutz, Fahrerlaubnis, Helm und Produktqualität. Hier warten einige Tücken, warnen die Sachverständigen von DEKRA.

„Erste Praxistests in unserem Technology Center haben gezeigt, dass der Verbraucher beim Kauf eines E-Scooters neben Zulassung und Versicherung auf Qualität achten muss, wenn er an seinem Fahrzeug Freude haben möchte“, sagt DEKRA-Vorstandsmitglied Clemens Klinke. „Vor allem die kleinen Räder, das Bremsverhalten und das Zusammentreffen unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf engem Verkehrsraum bergen Risiken.“

IM VIDEO | Bundesrat: Zulassung von E-Tretrollern mit Änderungen


Straßenzulassung und Versicherungspflicht

Damit ein E-Scooter am Straßenverkehr teilnehmen darf, braucht er in jedem Fall eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), eine Einzelbetriebserlaubnis (EBE) oder - für die den Mofas gleichgestellten Modelle - eine EG-Typgenehmigung. Dies ist an einem Label am E-Scooter zu erkennen. Ohne eine dieser Genehmigungen darf das Fahrzeug nur auf privatem Gelände fahren: Auf öffentlichen Wegen fehlt der Versicherungsschutz, auch eine private Haftpflichtversicherung greift nicht.

Im Übrigen ist für alle E-Scooter, die sich im Straßenverkehr bewegen, eine Versicherung vorgeschrieben. Für E-Roller bis 20 Stundenkilometer soll es eine kleine aufzuklebende Versicherungsplakette geben. E-Scooter bis maximal 25 Stundenkilometer brauchen ein Mofa-Versicherungskennzeichen.

Ab 14 Jahren geht's los

Um einen E-Scooter bis maximal 20 Stundenkilometer zu benutzen, muss der Fahrer mindestens 14 Jahre alt sein. Dies ist eine der Änderungen, auf die der Bundesrat am vergangenen Freitag gedrungen hat, bevor die Länderkammer die Zulassung der Elektro-Tretroller abgesegnet hat. Im ursprünglichen Entwurf lag die Altersgrenze bei 12 Jahren.

Ein Führerschein ist dafür nicht erforderlich. Hier sieht das Gesetz allerdings vor, dass nur Radwege und nicht - wie ursprünglich vorgesehen - Gehwege benutzt werden dürfen.

Die Fahrer von 25 Stundenkilometer schnellen E-Scootern wiederum sind den Mofa-Fahrern gleichgestellt: Sie müssen mindestens 15 Jahre alt sein und brauchen eine Mofa-Prüfbescheinigung. Diese E-Scooter dürfen wie Mofas nur auf der Fahrbahn benutzt werden.

Schutzhelm dringend empfohlen

Wer einen E-Scooter bis höchstens 20 Stundenkilometer fährt, muss laut Gesetz keinen Helm tragen. Erst ab den 25-km/h-Scootern gilt die Helmpflicht. Allerdings raten Experten auch den Fahrern der kleineren E-Roller dringend zum Helm.

„Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt, dass es bei etwa jedem zweiten Unfall mit Personenschaden zu Kopfverletzungen kam“, betont DEKRA-Unfallforscher Markus Egelhaaf. Außerdem sei zu erwarten, dass es zahlreiche Unfälle geben werde, bis sich alle Verkehrsteilnehmer an die E-Scooter gewöhnt haben.

Vorsicht auf nasser Fahrbahn

Egelhaaf empfiehlt auch, sich bei Neuanschaffung nicht sofort ins Verkehrsgetümmel zu stürzen, sondern sich vorher mit den Fahreigenschaften des Rollers gut vertraut zu machen, zum Beispiel am Wochenende.

„Vor allem die Kombination aus Mini-Rädern und hohem Lenker ist brisant“, erklärt der Experte. „Bremst der Fahrer bei flotter Fahrt zu stark mit der Vorderradbremse ab oder verlagert er sein Gewicht beim Bremsen nicht genug nach hinten, droht ein Sturz über die Lenkstange."

Außerdem sei wegen der kleinen Räder auf nasser, verschmutzter und unebener Fahrbahn mit erhöhter Sturzgefahr zu rechnen.

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