Teurer Liebeskummer - Warum auch die Wirtschaft unter Herzschmerz leidet

Wegen Liebeskummers nicht zur Arbeit geben - das hat jeder Sechste laut eine ...
Wegen Liebeskummers nicht zur Arbeit geben - das hat jeder Sechste laut einer Umfrage schon einmal gemacht.Foto-Quelle: Anthony Tran/Unsplash
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Von News Team

Bei Liebeskummer oder einem Beziehungsstreit leidet nicht nur das Herz. Sondern auch die Wirtschaft. Zu diesem auf den ersten Blick kuriosen und unromantischen Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Online-Partnervermittlung "ElitePartner".

Dabei wurden 3.789 erwachsene Internetnutzer zu ihren Einstellungen rund um Partnerschaft und Beruf gefragt. Unter anderem sollten sie diese Aussage bewerten: "Ich bin schon einmal wegen Liebeskummer oder Streit mit dem Partner nicht zur Arbeit gegangen."

Ja, wegen Liebesproblemen bin ich schon einmal zuhause geblieben - das gab jeder sechste Befragte (16,2 Prozent) in der Umfrage zu. Dabei war die Zahl der Frauen mit 17,4 Prozent etwas höher als die der Männer (14,8 Prozent).

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16 Prozent sind demnach wegen Liebeskummers schon einmal nicht zur Arbeit gegangen. Nun wollten die Marktforscher der ElitePartner-Studie 2019 ganz unromantisch wissen: Wie wirkt sich das auf die Wirtschaft aus?

Milliardenverluste durch Herzschmerz

Das Ergebnis: Den Produktionsausfall beziffern die Forscher auf über 774 Millionen Euro, den Verlust an Bruttowertschöpfung auf mehr als 1,4 Milliarden Euro.

6,6 Millionen Fehltage

Dafür haben die Forscher die 16,2 Prozent auf die aktuelle Arbeitnehmerzahl in Deutschland (40,61 Millionen) hochgerechnet - und sind nach eigenen Angaben davon ausgegangen, dass jeder "nur genau einen einzigen Tag nicht zur Arbeit gekommen" ist. Macht demnach 6,6 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage.

Um den wirtschaftlichen Schaden zu berechnen, wurde ein durchschnittliches Arbeitnehmerentgelt zugrunde gelegt, das laut Statistischem Bundesamt bei jährlich 42.984 Euro liegt.
Liebeskummer führt also zu wirtschaftlichem Schaden. Vom ramponierten Herzen ganz zu schweigen.
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Vergleichsweise harmlos ist dagegen ein anderes Ergebnis der ElitePartner-Studie, zumindest wirtschaftlich betrachtet: Elf Prozent der Befragten gaben zu, schon einmal Sex am Arbeitsplatz gehabt zu haben - Männer (14 Prozent) häufiger als Frauen (8 Prozent).

Wobei, so harmlos ist dieses Ergebnis womöglich doch nicht: Auch das kann zu Liebeskummer führen - bei den Beteiligten oder deren Partnern. Und Liebeskummer führt - siehe oben - unter Umständen zu Arbeitsunfähigkeit und damit zu einem wirtschaftlichen Schaden.

autoren wize.life

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