"In bisher unbekanntem Ausmaß": Betrunkene Jugendliche hindern Rettungswagen am Wegfahren

15 Jugendliche hinderten einen Rettungswagen am Wegfahren.
15 Jugendliche hinderten einen Rettungswagen am Wegfahren.Foto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

Immer wieder behindern Schaulustige Einsätze von Rettungskräften. Doch was sich am Freitag im Landkreis Esslingen zugetragen hat, erreicht eine neue Dimension. Die Polizei spricht von einem "bisher unbekannten Ausmaß" von der Behinderung von Einsatzkräften. Eine Gruppe Jugendlicher hinderte einen Rettungswagen daran, wegzufahren.

In Wendlingen musste ein stark alkoholisierter 14-Jähriger von Rettungskräften medizinisch versorgt werden. Während sich die Sanitäter um den Jungen kümmerten, wurden sie von rund 15 Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren derart behindert, dass der Rettungswagen den Einsatzort nicht verlassen konnte.

Wie die Polizei bekannt gab, versammelte sich die ebenfalls stark alkoholisierte Gruppe um den Rettungswagen und schlug mit Fäusten auf den Wagen ein. Erst als der Rettungsdienst gegen 23.30 Uhr polizeiliche Unterstützung anforderte, entfernten sich die jungen Männer. Allerdings kehrten sie kurz darauf wieder an die Einsatzstelle zurück.

16-Jähriger vorläufig festgenommen

Ein 16-Jähriger näherte sich erneut dem Rettungswagen, woraufhin er von der Polizei zur Rede gestellt wurde. Weil der Teenager seine Identität nicht preisgeben wollte, wurde er vorläufig festgenommen. Der Rest der Gruppe rottete sich daraufhin zusammen, bepöbelte die Beamten und bewarf sie mit Kieselsteinen. Sieben Streifenwagen waren notwendig, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Gegen die aggressiven Jugendlichen wird nun hinsichtlich mehrerer Straftatbestände ermittelt. Denkbar sei eine Anklage wegen Widerstand gegen Beamte oder Landfriedensbruch. Allerdings sei es laut Polizei bei Gruppen immer schwierig, Taten einzelnen Personen zuzuordnen.

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Quelle: Focus Online

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