Frau an der Ostsee durch Vibrionen gestorben

Gefährliche Bakterien: Frau stirbt nach Bad in der Ostsee | Mecklenburg-Vorpommern

News Team
Von News Team

Fleischfressende Bakterien haben an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern ein ältere Frau getötet. Schon kleine Wunden können Menschen mit angeschlagenem Immunsystem gefährlich werden. Die Vibrionen dringen in den Körper ein und können tatsächlich zum Tod führen.

Wie die „Ostsee-Zeitung“ vom Landesamt für Gesundheit und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern erfahren hat, handelt es sich bei der Toten um eine ältere Frau, die zur Risikogruppe der immungeschwächten Personen gehörte.

Fleischfressende Bakterien - das klingt nach Horrorfilm, Science-Fiction oder ganz weit weg. In Deutschland war es tatsächlich der erste Todesfall in diesem Jahr. In den USA sorgten dagegen schon mehrere ähnliche Fälle für Aufsehen.

So war zwei Tage nach einem Bad an der Küste Floridas ein Mann aus Tennessee verstorben. Der 66-Jährige William Bennett hatte sich im Ozean ebenfalls fleischfressende Bakterien (Vibrio Vulnificus) eingefangen, die dem Krebs-Patienten zum Verhängnis wurden.

Weitere Vibrionen-Infektionen registriert

Seit Juni wurden an den Ostsee-Stränden laut "Ostsee-Zeitung" vier weitere Erkrankungen durch Vibrionen-Infektionen registriert. Wo genau die nun verstorbene Frau mit den Bakterien in Berührung gekommen war, ist unklar.

Seit Juni bis Anfang September werden an der Ostsee alle zwei Wochen Wasser-Proben genommen und auf Vibrionen untersucht. Dies soll dem Schutz der Badenden dienen, damit diese bei erhöhtem Risiko gewarnt werden können und sich vom Wasser fernhalten.

IM VIDEO | Ostsee-Bakterien töten Frau


Vibrionen sind Stäbchenbakterien. Sie sind eng verwandet mit dem Cholera-Auslöser. Bei Wassertemperaturen ab 20 Grad vermehren sie sich schnell. Gelangen sie durch winzige Wunden über die Haut in den Körper, können sie zu schweren Wundinfektionen und Sepsis führen.

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