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Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit kontrollierten ein Nagelstudio in  ...

Razzia in Nagelstudio: Hälfte der Mitarbeiter illegal beschäftigt

News Team
Von News Team

Schwarzarbeit, illegaler Aufenthalt in Deutschland, fehlende Arbeitserlaubnisse - bei einer Razzia in einem Nagelstudio in Ratingen haben Ermittler des Hauptzollamts Düsseldorf diese Vergehen festgestellt.

Von den insgesamt acht Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen lief nur in drei Fällen alles korrekt ab, so das Hauptzollamt Düsseldorf am Dienstag in einer Pressemitteilung mit dem Titel: "Düsseldorfer Zöllner kontrollieren Nagelstudio und können selbst kaum glauben, was sie hier aufdecken."

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Die Überprüfung des Nagelstudios durch die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit ergab: Zwei der Mitarbeiter halten sich illegal in Deutschland auf. Sie wurden von den Zöllnern festgenommen und befinden sich laut Zoll derzeit in Haft. Zwei weitere arbeiteten in dem Nagelstudio, ohne über die entsprechende Arbeitserlaubnis zu verfügen.

Nur die die Hälfte durfte in Deutschland arbeiten

Das bedeute, so der Zoll: Nur die Hälfte der im Nagelstudio angetroffenen Mitarbeiter - bei denen es sich um Männer und Frauen handelte - durfte in Deutschland arbeiten, die andere Hälfte nicht.

Nur drei der acht Mitarbeiter waren demnach bei der Sozialversicherung gemeldet, die restlichen fünf waren schwarz beschäftigt.

Nagelstudios im Visier des Zolls

Die Bilanz dieser Razzia ist kein Einzelfall. Immer häufiger nimmt der Zoll Nagelstudios ins Visier und kontrolliert die Papiere der Mitarbeiter.

So flogen bei einer Groß-Razzia im Mai mit 125 Zollbeamten in 27 Nagelstudios in Nordrhein-Westfalen 26 Vietnamesen auf, die ohne Aufenthaltstitel und damit illegal dort arbeiteten. Darunter waren auch Minderjährige: Vietnamesinnen im Alter von 16 oder 17 Jahren.

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Auch ein Verstoß gegen den Mindestlohn - der bei 9,19 Euro pro Stunde liegt - wird immer wieder festgestellt - vor allem in vietnamesischen Nagelstudios, hieß es damals vonseiten des Hauptzollamts Köln.

Nagelstudios gibt es inzwischen in fast jeder deutschen Stadt. Ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen - rund 65.000 soll es nach Schätzung von Experten deutschlandweit geben. Vor allem die Zahl von Nagelstudios unter vietnamesischer Führung nehme stark zu, zitiert der WDR Terri Malon von der Fachzeitschrift "Prof Nail".

Ein Grund dafür: Eine Ausbildung ist nicht nötig. Um in einem Nagelstudio zu arbeiten, reicht eine Schulung, Deutschkenntnisse seien nicht unbedingt nötig.

Arbeiten für 2,50 Euro die Stunde

"Es gibt genügend asiatische Studios, die sich Mädels aus Vietnam auf Besuchervisum holen und dann im Nagelstudio für 2,50 Euro arbeiten lassen", sagt Malon dem WDR.

Die Branchenkennerin macht sich dafür stark, dass Nageldesign ein Ausbildungsberuf wird. Nur auf diese Weise könne der Beruf professionalisiert und die Mitarbeiter vor Ausbeutung geschützt werden.

1 Kommentar

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Das alles ist seit Jahren bekannt und keine hat was getan. Möglich macht all das aber doch nur der unkontrollierte Einreiseverkehr in der EU. Die Milliarden die Konzerne mit offenen Grenzen verdienen zahlen wir Bürger über Preise, Opfer von Kriminalität, Drogenhandel und über den Verlust von Sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen an Illegale und eingeschleuste Billiglöhner. Sie zahlen keine Beiträge und belasten wenn sie erwischt werden unsere Sozialsysteme. Wer immer noch glaubt wir werden von intelligenten Menschen Regiert müsste langsam merken was für Pfeifen das sind.
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