Vermisste Rebecca (15): Chefermittler schreibt Wutbrief an „Hellseher“

Vermisste Rebecca (15): Chefermittler schreibt Wutbrief an „Hellseher“
Vermisste Rebecca (15): Chefermittler schreibt Wutbrief an „Hellseher“Foto-Quelle: ZDF / privat / wize.life
News Team
Von News Team

Seit einem halben Jahr wird die 15-jährige Berlinerin Rebecca R. vermisst. Auf der Suche nach dem verschwundenen Mädchen ging die Polizei rund 2000 Hinweisen nach - bislang ohne Erfolg. Im April wurde die aktive Suche eingestellt. Weil aber immer wieder unseriöse Hinweisgeber die Polizei kontaktieren, hat sich nun der Chefermittler im Fall, Michael Hoffmann, zu Wort gemeldet.

Im einem Wutbrief, der dem „Berliner Kurier“ vorliegt, greift Hoffmann den bereits aus anderen Vermisstenfällen bekannten, vermeintlichen Hellseher Michael Schneider (39) an. Schneider, der sich selbst nur „Seher“ nennt und nach eigenen Angaben als Journalist und Redakteur bei verschiedenen Medien gearbeitet hat, soll mehrere E-Mails an die Polizei geschickt haben - trotz der Bitte der Ermittler, davon abzusehen.

„Sehr geehrter Herr Schneider, ich habe festgestellt, dass auch ich ein Seher bin“, beginnt der Polizist. „Ich habe vorhergesehen, dass Sie trotz meiner Bitte keine Ruhe geben!“ Und dann weiter: „Jetzt noch einmal - die Berliner Polizei geht keinen Hinweisen von Sehern, Geisterkontaktlern, Kartenlegern, Pendelschwingern, Kaffeesatzlesern, Wahrträumern, Wünschelrutengängern, remote Viewern, Astralwarnehmern, Computerfrequenzauslesern usw. nach.“

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Bevor er der Polizei schrieb, hatte sich Schneider laut „Kurier“ mehrere Zeitungsredaktionen sowie Opferorganisationen und sogar die Familie des Mädchens kontaktiert. Die Mutter habe er gefragt, ob sie seine Sehung zu Rebecca bekommen wolle. Die Frau bat, ihr diese per E-Mail zukommen zu lassen. Der Hinweis wurde an die Polizei weitergegeben, am vermeintlichen Fundort war das Mädchen aber nicht.

Mädchen soll nördlich der A12 sein

Als Antwort auf die E-Mail von Chefermittler Hoffmann teilte Schneider mit, er sei „kein Stalker“ und gab schließlich an, den Wunsch der Ermittler zu akzeptieren. Am Ende des Textes, in dem er versucht, sich von anderen Hellsehern abzugrenzen, fügt der 39-Jährige jedoch hinzu: „Bei allen Stellen südlich der A12 werden Sie nicht fündig werden, da Rebecca eindeutig nördlich der A12 liegt.“

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(feb)

autoren wize.life

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