Chemnitz: 24-Jähriger wegen Totschlag zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt

Chemnitz: 24-Jähriger wegen Totschlag zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt

News Team
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Von News Team

Dresden/Chemnitz. Wegen gefährlicher Körperverletzung und des Totschlags eines 35-Jährigen auf einem Stadtfest in der Chemnitzer Innenstadt vor rund einem Jahr ist ein 24-Jähriger Syrer am Donnerstag zu einer Haftstrafe von neuneinhalb Jahren verurteilt worden. Ein weiterer Tatverdächtiger ist seitdem flüchtig.


Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, sah die Vorsitzende Richterin, Simone Herberger, als erwiesen an, dass Alaa S. am Rande des Stadtfests in der Nacht zum 26. August 2018 den damals 35 Jahre alten Daniel H. mit Messerstichen getötet hat. Auch eine weitere Person wurde damals verletzt, starb aber nicht.

Da es im Prozess keine objektiven Beweise gegen S. gab, stützten sich Staatsanwaltschaft und Nebenklage auf die Aussagen eines Zeugen, der während der Tat in einem Döner-Laden war und den Angriff mitansehen musste. Weder an H.s Bekleidung noch an der Tatwaffe hatten die Ermittler DNA-Spuren des Angeklagten finden können.

Die Tat löste damals Massenproteste aus und führte zu rassistisch motivierten Übergriffen vor allem in den neuen Bundesländern. Das Thema, das tagelang die Bundesrepublik beschäftigte, wurde auch von den Medien im Ausland aufgegriffen. Das Urteil des Landgerichts Chemnitz ist noch nicht rechtskräftig.

(feb)

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