Mit diesem Bild hatte die Polizei nach Michael K. gesucht

Michael K.: Geflohener Sextäter nach Odyssee durch Deutschland gefasst

News Team
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Von News Team

Vor gut sechs Wochen war der Sexualstraftäter Michael K. aus dem Klinikum Haar bei München geflüchtet. Vorübergehend wohnte er bei einer Bekannten in der Pfalz. Jetzt konnte ihn die Polizei ihn festnehmen – weit von seinem Fluchtort entfernt.

Nach 42 Tagen auf der Flucht ist der gesuchte Sexualstraftäter Michael K. bei Norderstedt nördlich von Hamburg am Samstag gefasst worden, wie das Polizeipräsidium Westpfalz mitteilte. Der 56-Jährige hat eine Reise quer durch die Republik hinter sich. Nun wurde er in einer Fachklinik in Schleswig-Holstein untergebracht.

Staatsanwaltschaft rechtfertigt späte Öffentlichkeitsfahndung

Erst am Donnerstag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft eine Öffentlichkeitsfahndung gegen den verurteilten Vergewaltiger herausgegeben. Dass dies so spät erfolgte, brachte den Ermittlungsbehörden Kritik ein.

Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks begründete das die Staatsanwaltschaft damit, dass man Michael K. nicht habe warnen wollen.

Flucht begann am 13. Juli an Ausgangstag

K. war wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung verurteilt, die Taten beging er im Sommer 1999 in Kaiserslautern. Wegen einer seelischen Störung wurde er in Haar untergebracht.

Seine Flucht hatte am 13. Juli begonnen. Der 56-Jährige, der im Maßregelvollzug in der Psychiatrie des Isar-Amper-Klinikums in Haar saß, nutzte seinen Ausgangstag, um sich abzusetzen.

Ahnungslose Bekannschaft beherbergte ihn

Nachdem die Ermittler an die Öffentlichkeit gegangen waren, erhielt die Polizei in der Westpfalz zahlreiche Hinweise. Unter anderem meldete sich eine Frau und berichtete, sie habe ihn im Internet kennen gelernt und bei sich aufgenommen, nichts ahnend. Nach dem Fahndungsaufruf sei er mit ihrem Auto verschwunden. Nach jetzigem Stand sind die Aussagen nicht anzuzweifeln, auch passierte ihr nichts.

Anm. d. Red.: Der Artikel wurde am 25.08.2019

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