Düsseldorf: 1 Toter, über 70 Verletzte - Feuer in Krankenhaus

Düsseldorf: 1 Toter, über 70 Verletzte - Feuer in Krankenhaus (Symbolbild)
Düsseldorf: 1 Toter, über 70 Verletzte - Feuer in Krankenhaus (Symbolbild)Foto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

Ein Feuer in einem Düsseldorfer Krankenhaus kostete bisher einem Menschen das Leben. Mehrere der über 70 Verletzten schweben anscheinend noch in Lebensgefahr. Das Feuer war anscheinend am gestrigen Montag (9.9.2019) gegen 23.00 Uhr in dem Zimmer des Todesopfers ausgebrochen.

Für einen 77-jährigen Mann kam jede Hilfe zu spät, er verstarb noch vor Ort.


Wie t-online berichtet, wurden insgesamt 72 Menschen durch das Feuer und die Rauchentwicklung verletzt. Vier davon erlitten schwere Rauchgasvergiftungen, bei denen Lebensgefahr besteht. Zwei davon kamen mit Rettungswagen in ein Krankenhaus nach Gelsenkirchen. Zwei weitere - einer davon mit einem Rettungshubschrauber - mussten in eine Aachener Spezialklinik transportiert werden. Drei weitere Patienten erlitten schwere Verletzungen, weitere zwölf Menschen mussten mit leichten bis mittelschweren Verletzungen in Düsseldorfer Krankenhäuser transportiert werden.

Sieben von ihnen sollen sich in Lebensgefahr befinden.


Einem Tweet der Feuerwehr Düsseldorf zufolge begann der dramatische Einsatz um 23.18 Uhr, als die Einsatzkräfte zu einem Brand im Marienhospital an der Rochusstrasse in Düsseldorf ausrückten. Grund war der Brand im Patientenzimmer eines 77-Jährigen.



Im weiteren Verlauf untersuchten und betreuten die Notfallsanitäter sowie Notärzte rund 100 Betroffene Menschen aus dem Krankenhaus, die aber keine Verletzungen durch das Ereignis von sich trugen. Aufgrund der Zusammenlegung von Patienten innerhalb des Krankenhauses und die Nutzung von noch freien Kapazitäten, mussten keine Patienten in andere Krankenhäuser transportiert werden. Alle konnten auf den rauchfreien Stationen im Anschluss wie gewohnt vom Krankenhauspersonal versorgt werden.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwache von der Münsterstraße bereits wenige Minuten nach der Alarmierung, war beißender Brandgeruch außerhalb des Gebäudes wahrzunehmen. Sofort entsendete der Löschzugführer einen Trupp in die zweite Etage des Gebäudes. Als der erste Atemschutztrupp dort eintraf, war bereits der komplette Flur der Station mit schwarzem Rauch gefüllt und Patienten kamen den Rettungskräften entgegen. Mit allen verfügbaren Feuerwehrleuten wurde sofort mit der Menschenrettung über den Treppenraum sowie von außen mit drei Drehleitern begonnen. So konnten innerhalb kürzester Zeit insgesamt 15 Menschen durch die Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet werden.



Da der Brandrauch sich von der zweiten Etage auf die darüber liegenden Geschosse ausgebreitet hatte, mussten im weiteren Verlauf vom dritten bis einschließlich siebten Obergeschoss insgesamt 46 Patienten in den rauchfreien Bereich der jeweiligen Etagen durch Mitarbeiter des Krankenhauses evakuiert werden. Um die zu erwartende hohe Anzahl an Verletzten bewältigen zu können, wurden vorsorglich sämtliche Rettungsdiensteinheiten der Landeshauptstadt sowie medizinische Sofortkomponenten aus dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Mettmann alarmiert.

Nachdem die Menschenrettung auf der betroffenen internistischen Station abgeschlossen war, konnte der Brand in einem Patientenzimmer bekämpft werden. Da aufgrund der Hitzeentwicklung eine Sauerstoffleitung im Zimmer zerstört wurde, fachte dieser Umstand das Feuer im Zimmer zwischenzeitlich an. Rund eine Stunde nach der Alarmierung meldete der Einsatzleiter „Feuer in Gewalt“ an die Leitstelle.

Zeitgleich mit der Menschenrettung sowie der Brandbekämpfung begann der Rettungsdienstes in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Ambulanz sowie der Intensivstation des Krankenhauses, mit der medizinischen Versorgung der Verletzten in der Ambulanz sowie auf dem Parkplatz vor dem Gebäude.



Insgesamt war die Feuerwehr Düsseldorf mit allen neun Berufsfeuerwachen vor Ort im Einsatz gewesen. Um die verwaisten Wachen weiterhin besetzten zu können, wurden alle Freiwilligen Feuerwehren in Düsseldorf in Alarmbereitschaft gesetzt, sowie dienstfreie Führungskräfte zur Hüttenstraße alarmiert, um im Hintergrund die einsatzbegleitenden Maßnahmen zu koordinieren. Vor Ort am Marienhospital waren rund 180 Retter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Einsatz für Düsseldorf gewesen. Weitere 137 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr unterstützen beim Besetzen weiterer Führungsfahrzeuge sowie der Feuerwache im gesamten Stadtgebiet.

Nur durch die gute Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie den Mitarbeitern der Klinik, konnten viele Menschen schnell aus den gefährdeten Bereichen in Sicherheit gebracht werden. Weiterhin unterstützen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, der Bezirksregierung Düsseldorf sowie mehrere Notfallseelsorger die Einsatzmaßnahmen vor Ort. Bereits kurz nach Beendigung der Löscharbeiten hat die Kriminalpolizei die Ermittlung zur genauen Brandursache aufgenommen. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann derzeit nicht genau beziffert werden. Nach vier Stunden konnte die Einsatzstelle der Kriminalpolizei sowie den Verantwortlichen des Marienhospitals übergeben werden.

(Quelle: Feuerwehr Düsseldorf)

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