SUV-Unfall mit 4 Toten in Berlin: Fahrer soll wegen Beinkrampf aufs Gas gedrückt haben

Schauplatz des schrecklichen Unfalls in Berlin-Mitte
Schauplatz des schrecklichen Unfalls in Berlin-MitteFoto-Quelle: Glomex/dpa
News Team
Von News Team

Die genauen Umstände des Verkehrsunfalls am Freitagabend, bei dem in Berlin vier Menschen getötet worden sind, sind noch unklar. Es verdichten sich allerdings die Hinweise, dass ein medizinischer Notfall dazu geführt haben könnte. Der Fahrer soll kurz vor der Fahrt noch Tabletten genommen.


Das soll die Mutter des 42-jährigen Fahrers, die Beifahrerin war, aufgesagt haben. Zudem habe sie kurz nach dem Unfall der Verkehrspolizei gesagt, ihr Sohn habe wegen eines Krampfes das Gaspedal durchgedrückt, wie der „Tagesspiegel“ mit Verweis auf Polizeikreise berichtet.

Gerüchte über epileptischen Anfall

Offiziell sagt die Polizei noch nichts zum möglichen Unfallhergang. Zuvor waren allerdings bereits Gerüchte aufgekommen, der Fahrer könnte einen Zusammenbruch oder epileptischen Anfall erlitten haben.

Epileptiker dürfen nach einem Jahr ohne Anfall Auto fahren

Epileptikern ist im Regelfall Autofahren untersagt, wobei es keine Meldepflicht für Arzt oder Patienten gibt. Wenn nach Einschätzung des Arztes das Ausmaß der Eigen- und Fremdgefahr erheblich ist, darf er seine ärztliche Schweigepflicht brechen und die Diagnose melden. Abgesehen davon dürfen Epileptiker Autofahren, etwa sie mindestens ein Jahr lang keinen Anfall mehr hatten oder erwiesenermaßen nur im Schlaf Anfälle erleiden.

Oma mit Enkel und zwei junge Männer sterben

Zu dem Unfall war es am Freitagabend an der Kreuzung von Invalidenstraße und Ackerstraße in Berlin-Mitte gekommen. Der Porsche-SUV kam in hohem Tempo von der Straße ab und verletzte vier Menschen tödlich: eine 64-jährige Frau und ihren drei Jahre alten Enkelsohn sowie zwei Männer – einen 28-jährigen Spanier, und einen 29-jährigen Briten mit Wohnsitz in Berlin. Nach Augenzeugenberichten raste der Fahrer an vor einer Ampel stehenden Verkehr vorbei, geriet erst auf die Gegenfahrbahn und dann auf den Gehweg. Die Mutter des Kleinkindes musste den Unfall mitansehen.

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