München: "Du stinkst!"-Aufkleber auf SUVs in Schwabing - Das sagt die Polizei

Im Münchner Stadtteil Schwabing haben vermutlich Klimaschützer Aufkleber auf ...
Im Münchner Stadtteil Schwabing haben vermutlich Klimaschützer Aufkleber auf SUVs geklebtFoto-Quelle: Pixabay/Symbolfoto
News Team
Von News Team

Umweltaktivisten haben in München mehrere SUVs im Stadtteil Schwabing mit Aufklebern beklebt. "Du stinkst!" steht mit großen Buchstaben darauf, beigefügt ist außerdem ein Text, in dem die Besitzer der Geländewagen auf ihr vermeintlich klimaschädliches Vergehen hingewiesen werden.

"Einen solchen Panzer zu fahren wie dieses "Auto", und das in einer Innenstadt, ist eine der größten Schweinereien überhaupt", heißt es da.

Sie pumpen mit diesem Panzer drei Mal soviel CO2 und giftige Gase in unsere Atmosphäre wie ein Kleinwagenfahrer

"Wir müssen die große Menge an Giftgas einatmen, die sie hinten rauspusten", schreibt der Absender und fordert: "Hören Sie bitte sofort damit auf, uns und unsere Umwelt damit zu zerstören."

Die betroffenen SUV-Fahrer sehen hier "die Nachbarschaftsumweltpolizei" am Werk. "Alte VW-Busse mit höherem Verbrauch werden dagegen verschont."

Die mit Leim auf die Windschutzscheiben geklebten Zettel lassen sich nach Aussage der betroffenen Autobesitzer "nicht einfach entfernen".

Genau das entscheide darüber, ob es sich bei den verklebten Botschaften um Sachbeschädigung handele und damit zur Anzeige gebracht werden könne, sagt der Münchner Polizeisprecher Markus Oehme.

Wann es sich um Sachbeschädigung handelt

"Wenn der Kleber nicht so einfach mithilfe von Lösemittel zu entfernen ist, kann der Tatbestand einer Sachbeschädigung vorliegen", so Oehme.

In dem Fall können Geschädigte den Fall bei einer Polizeiinspektion zur Anzeige bringen.

Entscheidendes Kriterium für Sachbeschädigung ist demnach der Aufwand, der nötig ist, um etwa den Geländewagen wieder in den ursprünglichen Zustand zu bringen.


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Das gilt demnach natürlich auch, wenn etwa die Scheibe durch den Kleber derart beschädigt wurde, dass der Fahrer keine klare Sicht mehr hat und deshalb das Glas ausgetauscht werden muss.

All das werde im Einzelfall geprüft, so der Polizeisprecher. In den vergangenen Tagen seien der Münchner Polizei mehrere Fälle gemeldet worden.


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Die Zettel werden seit einiger Zeit nachts und vor allem in wohlhabenderen Münchner Stadtvierteln wie Schwabing und Nymphenburg verklebt.

Erstatten die Geschädigten Anzeige bei der Polizei, so Markus Oehme, beginne die Kripo mit ihren Ermittlungen, "wie wir das bei jeder Anzeige tun".

Dabei gehe es darum, bei Sachbeschädigung den Verursacher ausfindig zu machen - und den Fall gegebenenfalls an die Staatsanwaltschaft zu übergeben.

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