Nächste Hoeneß-Attacke gegen DFB: "Deren Stärke ist es, in den Wald zu gehen und zu pfeifen"

Zwischen dem FC Bayern und dem DFB herrscht dicke Luft.
Zwischen dem FC Bayern und dem DFB herrscht dicke Luft.Foto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

Was ist denn mit Uli Hoeneß los. Der Präsident des FC Bayern München will ja eigentlich demnächst seinen Posten beim Rekordmeister aufgeben, um kürzer zu treten und mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Vorher rechnet der 67-Jährige aber offenbar so richtig ab. Zum Abschluss noch einmal Abteilung Attacke – und zwar in Richtung des DFB. Dieser hätte sich im Torwartstreit in der Nationalmannschaft klar zu Manuel Neuer als Nummer 1 bekennen müssen.

Was Hoeneß konkret aufregt: Bundestrainer Joachim Löw schaut seit geraumer Zeit zu, dass ein Torwart-Kampf in der Nationalmannschaft entbrennt. Die Nummer zwei, Marc-Andre ter Stegen, will nicht länger die zweite Geige spielen. Der Keeper des FC Barcelona äußerte zuletzt lautstark seine Enttäuschung darüber, dass auch zuletzt wieder Manuel Neuer in der Nationalmannschaft im Tor stand. Hoeneß und die Bayern hätte sich vom DFB ein Machtwort gewünscht. Das es bislang aber nicht gab.

Nach dem ersten Gruppenspiel der Bayern in der Champions League gegen Roter Stern Belgrad (3:0) lederte Hoeneß daher los und watschte ter Stegen ab: "Ich finde es unmöglich, so ein Thema in die Öffentlichtkeit zu bringen, denn er (ter Stegen) hat überhaupt keinen Anspruch, dort zu spielen."

Hoeneß legt nach

Einen Tag später ruderte der Bayern-Präsident nicht etwa zurück, sondern goss weiter Öl ins Feuer. Bei der Eröffnungs-Pressekonferenz zur Basketball-Saison legte Hoeneß laut "Bild" nach:

Das, was ich am Mittwochabend gesagt habe, war total berechtigt. Ich hatte mich mit Karl-Heinz Rummenigge abgesprochen, dass wir unseren Torwart endlich mal wieder entsprechend unterstützen müssen, weil er in eine Situation getrieben wurde, in die er absolut nicht hineingehört. Fußball ist ein Sport mit Gemeinschaft. Wenn er (Marc-André ter Stegen, Anm. d. Red.) ein Problem hat, soll er mit den Verantwortlichen reden und nicht mit den Medien. Was daraus entstehen kann, hat man mal wieder sehr lehrreich gesehen. Dem wollten wir nun einen Riegel vorschieben! Ich denke, dass die handelnden Personen nun klug genug sind, in den nächsten Wochen und Monaten die Dinge mit denen zu besprechen, die betroffen sind – und nicht mit den Medien.
Von den Spielern wünsche ich mir, dass sie zu ihrem Trainer gehen, wenn sie ein Problem haben – und zu ihrem Sportdirektor oder Manager. Von den handelnden Personen hätte ich schon erwartet, dass man den Herrn ter Stegen mal in die Ecke stellt! Und ihm klar sagt, dass das so nicht geht.

Auf die Frage, ob Hoeneß eine Reaktion des DFB erhalten habe, antwortete er:

Nein. DIe erwarte ich auch nicht. Deren Stärke ist ja, in den Wald zu gehen und zu pfeifen.

Spätestens jetzt dürfte die Antwort nicht lange auf sich warten lassen.

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