Mutter streicht Baby zum Einschlafen Heroin aufs Zahnfleisch - Mädchen (1) stirbt an Vergiftung

Eine Mutter gab ihrem Baby Drogen zum Einschlafen - es starb
Eine Mutter gab ihrem Baby Drogen zum Einschlafen - es starbFoto-Quelle: pixabay (Symbolbild)
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Von News Team

In Bangor im US-Bundesstaat Maine steht eine 33 Jahre alte Mutter vor Gericht, weil sie ihr Baby vergiftet hat: Sie rieb ihrer einjährigen Tochter Jordy der Anklage zufolge eine heroin-ähnliche Droge auf das Zahnfleisch, damit sie besser schläft.

Kimberly Nelligan wurde festgenommen und musste sich anschließend vor Gericht verantworten, wie die Zeitung „Bangor Daily News“ berichtet. Fast ein Jahr, nachdem sie ihr Kind nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft mit einer Droge getötet hat.

30 bis 50 Mal stärker als Heroin

Medizinische Untersuchungen hatten zuvor eine Fentanyl-Vergiftung bei dem Kind festgestellt. Dabei handelt es sich um ein synthetisches Opioid, das normalerweise bei starken Schmerzen verschrieben wird und wegen seiner heroinartigen Wirkung auch illegal verkauft wird. Es ist allerdings 30 bis 50 Mal stärker als Heroin.

Nelligan legt Geständnis ab

Nachdem die 33-jährige Nelligan zunächst alles geleugnet hatte, gestand sie dem Bericht zufolge in einer eidesstattlichen Erklärung gegenüber der Polizei, ihrer Tochter zwei Monate lang einmal pro Woche Heroin verabreicht zu haben, das sie eigentlich für sich besorgt hatte.

Vater beobachtete Drogen-Vergiftung - und schritt nicht ein

Der Vater der kleinen Jordy sagte gab gegenüber der Polizei an, er habe in diesen zwei Monaten etwa 15 Mal beobachtet, wie Nelligan Überreste der Droge auf das Zahnfleisch ihrer Tochter strich. Das Mädchen habe Schlafprobleme gehabt, ergänzte er. Unterdessen sitzt auch der Vater wegen Drogenvergehen ein.

Mutter wandte Praxis schon bei anderen Kindern an

Nelligan soll ihrem Mann erzählt haben, bei ihren beiden älteren Kindern dieselbe Methode zum Einschlafen angewandt zu haben, als diese klein waren. Sie habe nicht beabsichtigt, ihrer Tochter Schlimmes anzutun. „Du weißt, dass ich unserer Tochter nicht absichtlich schaden wollte“, zitiert er seine Frau in seiner eidesstattlichen Versicherung, wie „Bangor Daily News“ berichtet.

Der Prozess wird am 12. November fortgesetzt.

Auf freiem Fuß

Da sie geständig war, wurde Nelligan gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Zu den Auflagen gehören, dass sie keinen Kontakt zum Vater der Kinder hat und ihre minderjährigen Kinder nicht unbeaufsichtigt sieht. Weiter hat sie Alkohol- und Drogenverbot.

Jordy war am 10. Oktober 2018 gestorben. Nelligan hatte den Notruf gewählt, da ihr Baby nicht mehr atmete. Als Polizei und Feuerwehr eintrafen, war die Einjährige bereits tot.

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