Unfallgefahr durch geringen Sicherheitsabstand - Polizei ermittelt 240 Verstöße in 2,5 Stunden

Der Autofahrer vorne rechts fegt mit 175 km/h heran - der Abstand zum voraus ...
Der Autofahrer vorne rechts fegt mit 175 km/h heran - der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug beträgt nur 16 MeterFoto-Quelle: Polizeipräsidium Südhessen
News Team
Von News Team

Ein zu geringer Sicherheitsabstand ist eine der häufigsten Unfallursachen. Deshalb führte die Polizei kürzlich bei einer bundesweiten Aktion auch Abstandskontrollen durch.

Wie drastisch Autofahrer mitunter gegen den vorgeschriebenen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug verstoßen, zeigt etwa das Ergebnis der Kontrollen des Polizeipräsidiums Südhessen auf der A 5 zwischen dem Frankfurter Kreuz und Darmstadt.

240 Abstands-Verstöße in 2,5 Stunden

Hier stellte die Beamten insgesamt 240 Abstands-Verstöße fest, so die Polizei am Dienstag (24. September 2019).

Dazu muss man wissen: Ein Abstandsverstoß liegt vor, wenn der Sicherheitsabstand über eine gewisse Strecke weniger als 5/10 des halben Tachowertes beträgt - und kein Spurwechsel vorliegt. Nachdem die Verstöße dokumentiert worden sind, wird jeder Fall überprüft. Wird dabei ein Spurwechsel festgestellt, wird der Fall nicht an die Bußgeldstelle weitergeleitet.

Doch wenn tatsächlich ein Verstoß vorliegt, hängt die Höhe des Bußgelds von der Geschwindigkeit und dem Abstand zum Vordermann ab.

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Beträgt der Sicherheitsabstand nur 3/10 des halben Tachowerts, müssen die jeweiligen Fahrer für mindestens einen Monat ihren Führerschein abgeben. Das war während der Kontrolle am 12. September laut Polizei insgesamt 18 Mal der Fall.


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So preschte ein Autofahrer aus Frankfurt demnach mit Tempo 175 heran, der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug betrug 16 Meter. Die Folge: Dem Fahrer drohen ein Bußgeld in Höhe von 320 Euro, zwei Punkte in Flensburg und zwei Monate Fahrverbot, so die Polizei.

"Nicht nur die Autofahrer hielten zu wenig Abstand, auch Abstandsverstöße durch Brummifahrer konnten von der Polizei festgestellt werden", hieß es.

Der hintere Lkw (li.) hält laut Polizei nur 16 Meter Sicherheitsabstand zum Vordermann. Für Lkw sind aber 50 Meter vorgeschrieben.
Polizeipräsidium SüdhessenDer hintere Lkw (li.) hält laut Polizei nur 16 Meter Sicherheitsabstand zum Vordermann. Für Lkw sind aber 50 Meter vorgeschrieben.

Lkw-Fahrer müssen einen Sicherheitsabstand von 50 Metern einhalten. Insgesamt 54 Lastwagenfahrer hielten sich bei der Kontrolle nicht an diese Vorgabe.

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Darunter der Fahrer eines Sattelzuges aus Osteuropa, der bis auf 16 Meter auf den Vordermann auffuhr. Er wurde von der Polizei gestoppt. Bei der Auswertung des Fahrtenschreibers stellten die Ermittler außerdem fest, dass er am Tag zuvor mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen war.

Der Fahrer musste noch vor Ort mehrere hundert Euro an Sicherheitsleistung zahlen.

Da ein mangelnder Sicherheitsabstand ein hohes Unfallrisiko bedeutet, hat die Polizei angekündigt, die Kontrollen fortzusetzen.

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