Barth: Autofahrer missachtet Straßensperrung und fährt Polizistin um - Weitere Beamte verletzt

Nach einem Unfall wurde eine Landstraße nahe Barth gesperrt - doch davon wol ...
Nach einem Unfall wurde eine Landstraße nahe Barth gesperrt - doch davon wollte sich ein Autofahrer nicht aufhalten lassenFoto-Quelle: News5/Symbolfoto
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Von News Team

Drei verletzte Polizisten sind die Bilanz eines Unfalls auf der Landstraße 21 in Mecklenburg-Vorpommern - zugefügt hatte den Beamten die Verletzungen ein Autofahrer, der an dem Unfall selbst nicht beteiligt war.

Der 51-Jährige näherte sich am Samstagnachmittag der Unfallstelle nahe Groß Kordshagen, die zur Aufnahme des Unfalls in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt war. Dabei habe er keine Anstalten gemacht, anzuhalten, wie die Polizei Neubrandenburg am Sonntag mitteilte.

Der Mann wollte einfach weiterfahren

Der Mann, der zwischen Barth und Niepars im Landkreis Vorpommern-Rügen unterwegs war, "wollte verbotswidrig den Straßenverlauf folgen und die abgesperrte Unfallstelle durchfahren", so ein Polizeisprecher.

Mehrere Polizeibeamte versuchten, den Mann an der Weiterfahrt zu hindern und wiesen ihn auf sein Fehlverhalten hin. Dabei fiel einer jungen Beamtin auf, dass der Mann eine auffällige Alkoholfahne hatte.

Um der drohenden Alkoholkontrolle durch die Polizei zu entgehen, wendete der 51-Jährige blitzschnell seinen Wagen. Bei dem Wendemanöver wurde eine Polizistin von dem Fahrzeug erfasst, zu Boden geschleudert und mitgeschliffen.

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Auch als weitere Polizistin der Kollegin zu Hilfe kamen, ließ sich der Mann nicht bremsen. Erst durch den Einsatz von Pfefferspray sei es ihnen gelungen, den Fahrer an einer Flucht zu hindern. Der 51-Jährige musste sein Fahrzeug verlassen, ihm wurden Handschellen angelegt.

Unterwegs mit 1,68 Promille im Blut

Der 51-Jährige hatte 1,68 Promille im Blut, wie ein Atemalkoholtest ergab. Sein deutscher Führerschein sowie ein abgelaufener bulgarischer Führerschein wurden ihm abgenommen.

Durch sein Wendemanöver wurden zwei Polizistinnen im Alter von 21 und 22 Jahren sowie ein 33 Jahre alter Beamter verletzt und mussten in der Notaufnahme medizinisch versorgt werden. Alle drei sind derzeit dienstunfähig, so die Polizei.

Gegen den Autofahrer wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet: Wegen Trunkenheit im Verkehr, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, gefährlicher Körperverletzung sowie Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Im Video:

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