Kitzbühel: Andreas E. (25) tötet 5 Menschen kaltblütig - und bekommt Mitleid in sozialen Netzwerken

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Ein Fünffacher Mord erschüttert Kitzbühel
Ein Fünffacher Mord erschüttert Kitzbühel
News Team
Von News Team

Aus Eifersucht und Wut löschte Andreas E. am Sonntag in Kitzbühel fünf Menschenleben aus: Kaltblütig erschoss der 25-Jährige seine Ex-Freundin Nadine (†19), ihren neuen Freund Florian (†24), ihren Bruder Kevin (†24) sowie ihren Vater (†58) und ihre Mutter (†51). Danach fuhr er zum Polizeirevier, legte die Tatwaffe auf die Theke und sagte: "Ich habe gerade fünf Menschen ermordet."

IM VIDEO|Fünffach-Mord in Kitzbühel - Mann tötet Ex-Freundin und deren Familie

In dem Einfamilienhaus am Rande von Kitzbühel, wo bis Sonntagmorgen eine vierköpfige Familie lebte - mit all ihren Freuden und Sorgen, die der Alltag so mit sich bringt - ist es totenstill. Nur Absperrbänder der Polizei erinnern noch an das fürchterliche Verbrechen.

Eine Tat, deren Kaltblütigkeit jedem das Blut in den Adern gefrieren lässt. In Kitzbühel (8200 Einwohner) herrscht Fassungslosigkeit, vor dem Rathaus weht eine schwarze Fahne. Ein ganzer Ort trägt Trauer.

Mitleid mit dem Killer

Viele Menschen treibt ein Mitteilungsbedürfnis. Die Gefühle sind zu groß, um sie für sich zu behalten. Als Plattform nutzen sie die Facebook-Seite des mutmaßlichen Killers. Unter dem Profilbild von Andreas E. postete eine Nutzerin: "Für dein weiteres Leben wünsche ich dir tägliche Alpträume und Leiden für diese abscheuliche Tat."

Überraschenderweise gibt es aber auch andere Stimmen. Viele Nutzer bekunden Mitleid - mit dem Täter. Sie schreiben:

  • "Schade, dass er keine Hilfe gehabt hat."
  • "Ich hoffe, seine Familie wird ihn trotzdem lieben und hinter ihm stehen."
  • "Allen Beteiligten und auch dem Andi wünsche ich viel Kraft"
  • "Er hat sich selbst genug bestraft, natürlich ist es nicht entschuldbar. Aber seine Familie könnte es lesen und die sind schon genug bestraft."
  • "Es ist furchtbar, was geschehen ist. Dennoch hat keiner von uns das Recht zu urteilen über andere. Niemand hat es in der Tasche, wie er auf gewisse Umstände reagiert. In jedem von uns tickt eine Bombe."
  • "Schade, dass zur rechten Zeit niemand an Andis Seite war, um diese Tragödie zu verhindern. Fakt ist, dass er jetzt die bittere Konsequenz selber tragen muss. Es wird ein harter, steiniger Weg werden."

Kommentare, die vor allem für die Hinterbliebenen der Opfer verstörend sein dürften. So brachte es eine Nutzerin auf den Punkt, als sie schrieb: "Hoffentlich löscht bald jemand des Profil, geht ja auf keine Kuhhaut, was da abgeht."

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