Anschlag in Halle: Stephan B. veröffentlichte Manifest - mit menschenveracht ...

Anschlag in Halle: Stephan B. veröffentlichte Manifest - mit menschenverachtenden Zielen

News Team
Von News Team

Nach dem Anschlag vor einer Synagoge in Halle mit zwei Toten ist ein „Manifest“ aufgetaucht, das offenbar vom Angreifer stammt und dessen judenfeindliche Ziele dokumentiert. Das berichtet die Chefin der auf Beobachtung von Extremisten spezialisierten US-Firma SITE Intelligence Group, Rita Katz.


Das Dokument zeige Waffen und Munition und bezeuge das Vorhaben, „möglichst viele Anti-Weiße zu töten, vorzugsweise Juden“, schreibt Katz auf Twitter. Es sei offenbar am 1. Oktober fertiggestellt worden und gebe Hinweise darauf, wie Stephan B. seine Attacke vorbereitete.


Weiter enthalte es Überlegungen zu B.'s selbst gemachten Waffen. Auch werde auf den Livestream der Tat verwiesen. Der „Spiegel“ berichtet, nach ersten Einschätzungen der Ermittler sei das Dokument authentisch.

Angriff auf Synagoge scheitert

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 27 Jahre alte Deutsche namens Stephan B. am Mittwochvormittag schwerbewaffnet einen Angriff auf die Synagoge in Halle geplant, in der zu dem Zeitpunkt mehr als 50 Menschen das Versöhnungsfest Jom Kippur feierten. Als ihm nicht gelang, in das Gotteshaus einzudringen, erschoss er davor eine Passantin. Danach tötete er einen Mann in einem Dönerladen in der Nähe. Später feuerte er auf ein Polizeiauto.

Angreifer überträgt Tat auf Livestream-Plattform

Mit Hilfe einer Helmkamera filmte er seine Tat und übertrug das Video über den Livestreaming-Dienst Twitch, der die Aufnahme kurz darauf offline stellte. Den Livestream hätten fünf Personen verfolgt, gab das Unternehmen bekannt. Eine automatisch generierte Aufnahme des Streams sei von 2200 Personen in 35 Minuten gesehen worden.

B. leugnet Holocaust

Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ leugnet B., der eine Glatze rasiert hat, in dem Video auf Englisch den Holocaust und nennt Juden „die Ursache aller Probleme“.

Polizei geht von Einzeltäter aus

Die Polizei geht von einem rechtsradikalen Einzeltäter aus. Das Vorgehen erinnert Terrorexperten an die Tat des Mannes, der im März im neuseeländischen Christchurch in zwei Moscheen 51 Menschen erschossen hatte.

Scharfe Kritik an fehlendem Schutz für Synagoge

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, kritisierte, „dass die Synagoge in Halle an einem Feiertag wie Jom Kippur nicht durch die Polizei geschützt war“. Dies sei skandalös. „Diese Fahrlässigkeit hat sich jetzt bitter gerächt. Wie durch ein Wunder ist nicht noch mehr Unheil geschehen.“

Nachbarort am Morgen noch Sperrzone

Auch in Landsberg, etwa 15 Kilometer östlich von Halle gelegen, gab es am Mittwoch Berichte über Schüsse, weshalb der Ort kurz nach Stephan B.s Angriff abgeriegelt wurde. Mehrere Häuser sollen durchsucht worden sein. Gegen 7 Uhr am Donnerstagmorgen sollte die Sperrzone in der Nähe des Ortseingangs im Stadtteil Wiedersdorf wieder aufgehoben werden.

Merkel besucht Solidaritätsveranstaltung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) drückte den Angehörigen der Getöteten ihr "tiefstes Beileid" und besuchte am Mittwochabend eine Solidaritätsveranstaltung an der Synagoge Oranienburger Straße in Berlin. Innenminister Horst Seehofer wird an diesem Donnerstag nach Halle fahren. Dort will er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden und Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) über den aktuellen Ermittlungsstand informieren.

2 Kommentare

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Traurig. Immer diese Durchgeknallten.
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Ich war sieben Jahre Hausmeister bei den Juden ich kann mich nicht beklagen--Ich frage mich nur wieviel Idioten bei uns in Deutschland herum laufen .wrum greift man da nicht härter durch.---Ich bin kein Jude .kann aber mitfühlen!!!
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