Der Täter wollte in einer Synagoge ein Blutbad anrichten

Vater von Attentäter Stephan B.: „Er gab immer allen anderen die Schuld“

News Team
Von News Team

Stephan B. wollte offenbar möglichst viele Juden töten. Da er nicht in die Synagoge in Halle gelangte, erschoss er zwei Menschen davor. Der Schock über die Tat ist groß. Auch der Vater des 27 Jahre alten Deutschen kann kaum fassen, was passiert ist.


Noch am Dienstag sei sein Sohn bei ihm gewesen, sagte der Mann der „Bild“-Zeitung, der nach Beschreibungen des Reporters sehr mitgenommen ist von dem Geschehen, immer wieder den Kopf schüttelt und ins Leere schaut.

B. begann Chemie-Studium

Stephan B. wohnte den Informationen zufolge bei seiner Mutter in Helbra, rund 14 Kilometer von Halle entfernt. Die Eltern hatten sich scheiden lassen, als der Sohn 14 Jahre alt war. Stephan machte Abitur, ging zur Bundeswehr und begann ein Chemie-Studium, das er nach einer schweren Operation allerdings abgebrochen habe.

"Ich komme nicht mehr an ihn ran"

Der Vater berichtet von einem schwierigen Verhältnis zum Sohn: „Es kam immer wieder zu Streit, meine Meinung zählte nicht. Ich komme nicht mehr an ihn ran.“ Sein Sohn sei ein Eigenbrötler gewesen, habe kaum Freunde gehabt und häufig vor dem Computer gesessen. „Er war weder mit sich noch mit der Welt im Reinen, gab immer allen anderen die Schuld.“

B. beschimpft sich als unfähigen Versager

In dem Video, das der 27-Jährige mit einer Kamera am Helm filmte und das rund 35 Minuten lang auf einer Livestreamplattform zu sehen war, schimpft er laut „Süddeutscher Zeitung“, dass Juden „die Ursache aller Probleme“ seien. „Bild“ zufolge sagte er allerdings auch, er sei ein „unfähiger Versager“. Weiter: „Ich bin hier und dann sterbe ich, der Verlierer, der ich bin.“

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