Ärztin bricht Urlaub ab und rettet jungem Vater in Not-OP das Leben

Ärztin bricht Urlaub ab und rettet jungem Vater in Not-OP das Leben

News Team
Von News Team

Schon im vergangenen Herbst hatten Ärzte bei Christian Opitz einen Hirntumor entdeckt und geraten, diesen dringend entfernen zu lassen. Der junge Berliner hatte aber Angst vor bleibenden Schäden und verdrängte die Wucherung in seinem Kopf – das kostete ihn fast das Leben.

Zehn Zentimeter war der Tumor bereits groß, als Christian Opitz im vergangenen November die Diagnose Hirntumor erhielt. Zu dem Zeitpunkt hatte er bereits eine mehrjährige Leidensgeschichte mit Migräne, Genickschmerzen und Übelkeit. Trotzdem wollte er den Krebs nicht herausoperieren lassen. Zu groß war die Angst: „Es hieß, die bleibenden Schäden können enorm sein“, sagte er.

"Ich kam in die Notaufnahme und dann weiß ich nichts mehr"

Stattdessen begann der 29-Jährige eine alternative Therapie und führte sein Leben wie gewohnt fort. Lange ging das allerdings nicht gut: Im Juli 2019 konnte sein Körper dem Tumor nicht mehr standhalten. „Ich kam in die Notaufnahme und dann weiß ich von nichts mehr“, erzählt er. „Als ich wieder aufgewacht bin, haben mir die Schwestern gesagt, ich wäre vor der OP zusammengebrochen, meine Atmung und mein Herzschlag hatten ausgesetzt und ich musste reanimiert werden.“

Ärztin reist von der Ostsee an

Opitz hatte großes Glück: Er überstand eine stundenlange, äußerst riskante Operation, wie das Helios Klinikum Berlin Buch mitteilte. Ursprünglich war der Eingriff für den folgenden Montag eingeplant, doch da sich sein Zustand dramatisch verschlechterte, beschlossen die Ärzte, den Eingriff gleich vorzunehmen. Dafür brach die Chefärztin im Neurologen-Team, Yu-Mi Ryang, umgehend ihren Urlaub an der Ostsee ab, um den Patienten zusammen mit ihrem Oberarzt zu operieren. Der Einsatz hat sich gelohnt. „Zum Glück ist alles gut gegangen und ich bin sehr glücklich zu sehen, dass sich Christian so toll erholt hat“, sagte sie.

Christian Opitz musste das Schlucken neu lernen

Inzwischen geht es Christian Opitz wieder gut, doch bis dahin war es nach der OP ein beschwerlicher Weg: Er musste noch einen weiteren Monat auf der Intensivstation bleiben und anschließend in die Reha. „Am Anfang konnte ich mich nicht bewegen und ich habe sehr viele Schmerzmittel bekommen“, erzählt er. Auch musste er manche Dinge wieder lernen wie das Schlucken: „Ich wusste einfach nicht mehr, wie das funktioniert.“

Größter Antrieb war seine Tochter

Ein großer Erfolg für ihn war, als er in der dritten Woche mit einem Rollator wieder alleine laufen konnte. „Das war endlich wieder ein kleines Stück Selbstständigkeit für mich.“ Die schwierige Zeit habe er mit großer Willenskraft und Enthusiasmus überstanden. Sein größter Antrieb aber sei seine kleine Tochter gewesen. „Als sie mich endlich wieder besuchen konnte, war das der schönste Moment für mich.“

Weil sich sein Sohn wie ein Monster fühlt, fasst ein Vater einen radikalen Entschluss

2 Kommentare

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Sehr menschlich und voller Einsatz der Ärztin
Ich finde es super wenn eine Ärztin ihren Urlaub unterbricht um einem Mann das Leben zu retten.
Und für den Mann finde ich es gut das er wieder für seine Familie da zu sein denn das Kind braucht ja auch seinen Vater.
Ich wünsche diesem Mann alles Glück was man sich wünschen kann.
Damit er noch lange für seine Liebsten da sein kann.
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