Golden glänzt dieser BMW X5 in Düsseldorf - die Polizei war geblendet

Düsseldorf: Goldener BMW X5 blendet andere Verkehrsteilnehmer, nicht aber die Polizei

News Team
Von News Team

Ein Gold-Chrom folierter BMW X 5 hat in der Düsseldorfer Innenstadt so gefunkelt, dass er nicht nur Schaulustige anzog, sondern - Pech für den Halter - auch die Polizei. Denn die auffällige Folie des Fahrzeugs blendete bei entsprechendem Sonnenlicht deutlich, so die Beamten.

"Tuning, aber sicher!" Unter diesem Motto kontrollierten über ein Dutzend Beamte am Sonntagnachmittag Fahrzeuge in der Düsseldorfer City. Vier Autos und eine Harley Davidson wurden dabei sichergestellt. Ein Sachverständiger wird diese nun genauer prüfen.

Unter den sichergestellten Vehikeln war auch jener güldene Geländewagen, wie die Polizei an diesem Montag mitteilte. "Zudem wies der X5 dunkel lasierte Rückleuchten sowie eine manipulierte Abgasanlage auf", so die Beamten.

Dunkle Rückleuchten am goldenen X5
Polizei DüsseldorfDunkle Rückleuchten am goldenen X5

Der 30-jähriger Fahrer aus dem Kosovo meinte, dass ihm überhaupt nicht bewusst sei, was verändert worden sein könnte.

Was ist erlaubt, was nicht

Die KÜS informiert aktuell, was beim Bekleben mit hochglänzender Folie geht und was nicht: Einigkeit herrscht darüber, dass komplett mit Chrom- oder Spiegelfolie beklebte Fahrzeuge eine Gefährdung darstellen können. Solche Oberflächen können Sonnenstrahlen oder das Licht, etwa von den Frontscheinwerfern entgegenkommender Autos, stark reflektieren. Das kann andere Verkehrsteilnehmer irritieren oder sogar blenden.

Eine Verkehrsgefährdung ist dann nicht mehr auszuschließen. Anders sieht es bei kleineren verchromten oder mit Spiegelfolie beklebten Teilen wie etwa Radkappen, Stoßstangen oder Zierleisten aus. Sie werden in der Regel toleriert.

Vollverklebung kann kosten - und zwar doppelt

In §19 (2) der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung ist geregelt, welche Änderungen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen. Dies ist laut KÜS der Fall, wenn von einer willentlichen Veränderung an einem Fahrzeug zur Teilnahme am Straßenverkehr eine Gefährdung zu erwarten ist. Bei einer Vollverklebung, englisch Car Wrapping, ist das zu erwarten.

Die Maßnahmen, die ein Erlöschen der Betriebserlaubnis nach sich ziehen, kosten ein Bußgeld von 50 Euro und bringen einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Bei der Sicherstellung eines vollverklebten Fahrzeuges durch die Polizei können dann noch erhebliche Kosten für die Stilllegung und die Verbringung des Fahrzeuges dazu kommen.

Die Bewertung des Gefährdungspotenzials durch die reflektierende Wirkung eines so verspiegelten Fahrzeugs wird im Einzelfall vorgenommen. Dabei ist im Wesentlichen die Beschaffenheit der jeweiligen Folie, etwa der Reflexionsgrad, und die Anbringung am Auto, beispielsweise wo und wie groß, entscheidend.

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