Kurden-Demo in Köln: Polizei warnt Bevölkerung vor tausenden gewaltbereiten jungen Männern

Kurden-Demo in Köln: Polizei warnt Bevölkerung vor tausenden gewaltbereiten  ...
Kurden-Demo in Köln: Polizei warnt Bevölkerung vor tausenden gewaltbereiten jungen MännernFoto-Quelle: Glomex
News Team
Aktualisiert:
Von News Team

Seit der türkischen Militär-Offensive in Syrien werden in Deutschland und Nachbarländern immer wieder pro-kurdische Protestmärsche organisiert. Nicht selten kommt es dabei zu Ausschreitungen und Verletzungen. Am heutigen Samstag sollen weitere Demonstrationen abgehalten werden. Die Polizei Köln sieht sich gezwungen, die Bevölkerung vor tausenden "gewaltbereiten und möglicherweise bewaffneten" Protestteilnehmern zu warnen. Zuvor hatte die Polizei ein mögliches Verbot der Demonstration geprüft.

Vielzahl von Protestteilnehmern "möglicherweise mit Messern bewaffnet"

In einer Pressekonferenz warnte die Polizei Köln die Bevölkerung vor möglichen Ausschreitungen am heutigen Samstag (19. Oktober). Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass sich unzählige gewaltbereite "junge Männer" an den Protesten beteiligen werden. Man befürchte, dass einige von ihnen mit Messern bewaffnet sein könnten. Vergangene Demonstrationen in anderen Städten und Ländern hätten gezeigt, dass die pro-kurdischen Demonstrierenden schnell zu Gewalt bereit seien und sich leicht provozieren ließen.

Auch mit Attacken auf Polizisten sei zu rechnen. Am Rande einer pro-kurdischen Demonstration in Neukölln ist laut Berliner Morgenpost sogar ein Polizist zu Boden gerissen und getreten worden. Dabei sollen die Angreifer dem Beamten seine Munition gestohlen haben. Ein Polizeisprecher bestätigte den Vorfall.

Die Polizei befürchtet auch in Köln einen Zusammenstoß der pro-kurdischen Proteste mit türkischen Gegendemonstranten, Sicherheitskräften oder Anwohnern. Auch private Einrichtungen und Geschäfte entlang der Demonstrationsstrecke seien gefährdet - so etwa "Dönerbuden".

Polizeipräsident warnt vor Provokationen und Gewalt

Die Polizei Köln stehe daher "im engen Kontakt mit den deutschen Sicherheitsbehörden". In der Pressekonferenz warnte Polizeipräsident Uwe Jacob eindringlich vor den Folgen von Provokationen und Gewalt: "Wir werden mit der Bereitschaftspolizei und Zivilkräften die Augen offen halten und unser Möglichstes tun, um Provokationen früh zu erkennen, sie zu unterbinden und Ausschreitungen zu verhindern."

Wir können nicht jeden schützen.

Zwar sei man auf Ausschreitungen vorbereitet, so sollen mehrere Hundertschaften der Polizei, vier Wasserwerfer und Spezialeinsatzkräfte zum Einschreiten bereit stehen, doch die Polizei könne "nicht jeden schützen", mahnt Einsatzleiter Klaus Rüschenschmidt. Aufgrund der Bedrohungslage habe man auch ein Verbot der Demonstrationen geprüft. Die Aussprechung eines solchen Verbotes sei bis vor Beginn der Veranstaltung möglich.

Etwa 15.000 Demoteilnehmer ziehen durch Köln

Die pro-kurdische Demo wird organisiert vom "Aktionsbündnis Köln gegen Rechts" und der "Interventionistischen Linken Köln". Die Veranstalter erwarten rund 15.000 Teilnehmer - die Polizei schließt nicht aus, dass diese Zahl weitaus höher ausfallen könnte.

Die Demonstrationszüge werden laut Polizei zwischen 11 und 17 Uhr vom Ebertplatz und vom Chlodwigplatz zu einer gemeinsamen Abschlusskundgebung auf den Hohenzollernring ziehen.

Versammlungsorte und Aufzugswege:

Kundgebung Chlodwigplatz mit Aufzug über: Severinstraße, Blaubach, Rothgerberbach, Neue Weyerstraße, Barbarossaplatz, Hohenstaufenring, Habsburger Ring, Hohenzollernring

Kundgebung Ebertplatz mit Aufzug über: Ebertplatz, Hansaring, Kaiser-Wilhelm-Ring, Bismarckstr., Moltkestraße, Aachener Str., Hohenzollernring

Polizei richtet Bürgertelefon ein

Unter der Rufnummer 0221 229-7777 ist am Tag der GroßDemonstration (19. Oktober) von 8 Uhr bis 18 Uhr ein Bürgertelefon geschaltet.

Syrien: Gewinner und Verlierer der türkischen Offensive

1 Kommentar

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wenn man Menschen unterdrückt !darf man sich nicht wundern das sie sich wehren--keiner hat das Recht Gewalt gegen Menschen aus zu üben --es ist ein Verbrechen..
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren