Giftgasalarm in Bochum: Studentenwohnheim evakuiert - Feuerwehr findet Leich ...

Giftgasalarm in Bochum: Studentenwohnheim evakuiert - Feuerwehr findet Leiche jungen Mannes

News Team
Von News Team

Am frühen Freitagabend (18. Oktober) wurde in einem Studentenwohnheim die Leiche eines jungen Mannes entdeckt. Feuerwehr und Polizei wurden alarmiert und zu dem Heim an der Laerholzstraße gerufen. Gegen 19.25 Uhr fanden die Einsatzkräfte den Verstorbenen und eine auf einem Zettel niedergeschriebene Warnung, welche die Beamten zur vollständigen Räumung des Studentenwohnheimes veranlasste.

Suizid durch hochgiftigen Schwefelwasserstoff

Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei ist bei dem Todesfall von einem Suizid auszugehen. Wie die Polizei berichtet, entdeckten die Einsatzkräfte bei der Bergung des Leichnams einen Zettel, auf dem vor dem hochgiftigen Gas Schwefelwasserstoff gewarnt wurde. Das gesamte Gebäude, in dem über 150 Personen gemeldet sind, musste evakuiert werden.

105 Einwohner wurden zunächst in Bussen untergebracht und dort von einem Notarzt untersucht, bevor sie in einem Altersheim des Roten Kreuzes Unterschlupf finden konnten.

Was ist Schwefelwasserstoff?

Bei Schwefelwasserstoff handelt es sich um ein leichtentzündliches und hochgiftiges Gas. Schon kleine Mengen sind durch einen starken Geruch nach faulen Eiern zu erkennen. Der Kontakt mit Schwefelwasserstoff führt zu starken Reizungen an Lungen und Rachenraum, sowie Schleimhäuten und Augen eines Menschen. Die chemische Verbindung zerstört zudem den roten Blutfarbstoff Hämoglobin im menschlichen Blut. Eine erhöhte Konzentration kann beim Menschen von Schwindel und Übelkeit bis zu Krämpfen und dem Tod führen.

Aufgrund des Kontakts mit dem Schwefelwasserstoff mussten Sechs Einsatzkräfte sowie drei Privatpersonen vor Ort dekontaminiert werden. Glücklicherweise blieben alle betroffenen unverletzt.

Sobald das Gebäude evakuiert worden war, durchforsteten speziell ausgerüstete Einsatzkräfte das Gebäude. In einer Wohnung konnte der Schwefelwasserstoff nachgewiesen werden. Die Mess- und Reinigungmaßnahmen dauerten laut Presssebericht bis zum Samstagvormittag an.

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