Hasch-Kuchen versetzt Trauergemeinde in Rausch – 13 Gäste landen in Klinik

Ein Hasch-Kuchen sorgte bei Trauergästen für erhebliches Unwohlsein
Ein Hasch-Kuchen sorgte bei Trauergästen für erhebliches UnwohlseinFoto-Quelle: Maarit Ignatius-Kuittinen / pixabay (Symbolbild)
News Team
Von News Team

Eine Trauerfeier im Rostocker Stadtteil Wiethagen hat für 13 Gäste im Krankenhaus geendet – auch die Witwe erlitt einen Zusammenbruch. Der Grund war ein Kuchen mit Haschisch, der durch eine Verwechslung aufgetischt worden war.

Die Polizei ermittelt gegen die 18 Jahre alte Kuchenbäckerin. Doch wie landete der Hasch-Kuchen bei der Trauerfeier?

Der Vorfall hatte sich am 12. August auf dem Köhlerhof in Wiethagen zugetragen, wie der „Nordkurier“ berichtet.

30 Gäste beim Leichenschmaus

Am jenem Montag waren auf dem Köhlerhof rund 30 Menschen zu einem Leichenschmaus zusammengekommen. „Die Gäste hatten die Jagdhütte angemietet, wir haben uns um Kaffee und Kuchen gekümmert“, erzählt Köhlerhof-Chef Michael Groitzsch.

Die drei bis vier Kuchen hatte die Tochter einer Angestellten gebacken. Das ist auf dem Hof so üblich, wenn der angeforderte Umfang gering ist.

18-Jährige backt Hasch-Kuchen für Eigengebrauch

Was die Mutter nicht ahnte: Die junge Frau buk zeitgleich einen Kuchen mit Marihuana für den Eigengebrauch – und es kam zu einer Verwechslung. „Die Mutter hatte ohne Absprache mit der Tochter den falschen Browniekuchen mitgenommen“, sagte Polizeipressesprecher Christopher Hahn der Zeitung.

Witwe wird mit Rettungswagen in Klinik gebracht

Die Folgen waren fatal: Nach dem Verzehr beim Leichenschmaus klagten immer mehr Gäste über Unwohlsein. Die Witwe musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. „Ich dachte erst, dass der Witwe nach einem solch anstrengenden Tag alles zu Kopf gestiegen ist und sie sich deshalb so schlecht fühlt“, erzählte Michael Groitzsch.

Manche Gäste müssen im Krankenhaus übernachten

Allerdings war sie nicht die einzige: Weitere Gäste gingen nach dem Essen selbst zum Arzt oder ins Krankenhaus. Der Polizei zufolge waren insgesamt 13 Gäste betroffen: „Schwerwiegende gesundheitliche Probleme waren die Folge.“ Manche mussten über Nacht im Krankenhaus bleiben. Teils gingen die Ärzte der Zeitung zufolge zunächst von einem Schlaganfall aus – bis ein Drogentest Klarheit brachte.

Fahnder werden fündig

Noch am Abend kam es zu einer Anzeige, am nächsten Morgen stand Polizei auf dem Hof. „Das war ein großer Schreck“, sagte der 64-Jährige. Dass bei ihm ein Kuchen mit Rauschmitteln serviert wurde, habe er „nicht für möglich gehalten“.

Allerdings wurden die Fahnder fündig. Sie fanden Kuchenreste und wiesen Marihuana nach. Schließlich brachten Befragungen die Verwechslung ans Licht, die Tochter der Angestellten gab zu, den Kuchen gebacken zu haben.

Groitzsch wendet sich an betroffene Familie

Köhlerhof-Chef Groitzsch findet den Vorfall „sehr peinlich und unangenehm“. Er nahm Kontakt zur trauernden Familie auf und bot ihnen eine kostenfreie Fackelwanderung an.

18-Jährige darf keine Kuchen mehr backen

Die junge Hobbybäckerin wird außerdem keine Kuchen mehr für ihn backen. Doch das ist nicht alles: Gegen die 18-Jährige, die sich auf Anfrage nicht weiter äußern wollte, ermittelt die Polizei in 13 Fällen gegen sie wegen fahrlässiger und gefährlicher Körperverletzung, Störung einer Bestattungsfeier und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren