Stendal: Pfarrer (60) bietet Ex-Frau zum Sex an

Stendal: Pfarrer (60) bietet Ex-Frau zum Sex an
Stendal: Pfarrer (60) bietet Ex-Frau zum Sex anFoto-Quelle: Pixabay (Symbolbild)
News Team
Von News Team

Stendal (Sachsen-Anhalt). Wegen versuchter sexueller Nötigung in zwei Fällen ist ein 60-jähriger Pfarrer aus dem Altmarkkreis Salzwedel am Mittwoch zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Mit einem Fake-Profil hatte der Mann seine rund 30 Jahre jüngere ehemalige Partnerin im Internet zum Sex angeboten.

Zu den Taten kam es laut einem Bericht der „Volksstimme“ im Herbst 2016. Unter Pseudonymen wie „Blonder Hase“ oder „Hot Stern“ gab sich der Pfarrer als seine ehemalige Partnerin aus, lud intime Fotos von ihr auf eine Plattform hoch und tauschte sich mit Männern aus. Diesen schrieb er stets, die angebliche Profilinhaberin sei zu gewaltsamen Sex bereit.

Als der Pfarrer zwei bereitwillige Männer fand, die sich unter der Annahme eines sexuellen Rollenspiels auf ein Date einließen, gab er die Adresse der Frau preis. Daraufhin fuhren Männer einer nach dem anderen zu dem Wohnort des Opfers. Weil dem zweiten die Situation seltsam vorkam, sprach er die Frau auf den Chat an. Der Betrug flog auf.

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Blumenstrauß und Brief als Entschuldigung

Vor Gericht räumte der 60-jährige Angeklagte die Taten ein. Er sagte, er habe das Opfer im Alter von 14 Jahren konfirmiert und Jahre später, als ihm aufgefallen sei, dass es ihr nicht gut gehe, Hilfe angeboten. Daraufhin habe sich eine Beziehung entwickelt, wobei er festgestellt habe, dass die Geliebte eine „Neigung zu härteren Praktiken“ habe.

Trennung als Erleichterung empfunden

So seien eine „Fesselung bis hin zu Schlägen auf den Po“ seiner Ansicht nach „durchaus willkommen“ gewesen. Er selbst habe das aber nie gekonnt. Als sie sich getrennt hätten, habe er dies mehr als Erleichterung denn als kränkend empfunden. In der Beziehung habe er stets „tiefe Gespräche über aktuelle Themen“ vermisst.

Mit einem Blumenstrauß und einem Brief versuchte der Angeklagte während des Prozesses, sich bei dem Opfer zu entschuldigen. Daraufhin sagte die Anwältin der Nebenklage, dabei handele es sich um eine „scheinheilige Aktion, um vor Gericht besser dazustehen“.

Ob der Anwalt des Verurteilten Berufung einlegen wird, war nach Angaben des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) zunächst nicht bekannt.

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