A9 in Bayern: Zwei junge Menschen sterben bei fürchterlichem Unfall - Nur ein Ersthelfer hält an

Tödlicher Unfall auf der A9 zwischen Naila und Berg
Tödlicher Unfall auf der A9 zwischen Naila und BergFoto-Quelle: NEWS5 / Merzbach
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Von News Team

Dramatischer Unfall am späten Mittwochabend auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Naila und Berg im Landkreis Hof. Zwei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Besonders erschütternd: Außer einem einzigen Ersthelfer hielt kein Mensch an, um zu helfen.

Ein BMW war gegen 22.30 Uhr auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern geraten und seitlich mit dem Heck eines Sattelzugs kollidiert. Anschließend krachte das Fahrzeug in die Mittelleitplanke. Der 27-jährige Fahrer und sein 22-jähriger Beifahrer wurden in dem Fahrzeug eingeklemmt.

Der Unfall-BMW ist demoliert
NEWS5 / MerzbachDer Unfall-BMW ist demoliert

Für den 27-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Im Laufe der Nacht kämpften die Ärzte um das Leben des jungen Beifahrers. Dieser erlag wenig später seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Ersthelfer berichtet: Kein einziges Fahrzeug hielt an

Besonders erschütternd zeigte sich ein Ersthelfer. Er hatte das Unfallfahrzeug auf der Gegenfahrbahn entdeckt, als er auf der A9 Richtung Nürnberg unterwegs war. Seine Dashcam zeichnete auf, dass kein einziges Fahrzeug angehalten hatte um zu helfen.

Die Feuerwehr war im Großeinsatz
NEWS5 / MerzbachDie Feuerwehr war im Großeinsatz

Er selbst setzte umgehend einen Notruf ab, fuhr an der Anschlussstelle Naila hinunter und eilte zu dem Unfallfahrzeug. Auf dem Dashcammaterial wird sichtbar, dass der Ersthelfer trotz etwa vier Kilometer Umweg der einzige Autofahrer war, der an der Unfallstelle anhielt.

Lkw-Fahrer blieb unverletzt

Ein Sachverständiger unterstützte die Beamten der Verkehrspolizei Hof bei der Aufnahme des tragischen Verkehrsunfalles. Der zuständige Staatsanwalt kam an die Unfallstelle und machte sich selbst ein Bild vom Unfallgeschehen. Der Unfall-BMW wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sichergestellt.

Der 46-jährige polnische Fahrer des Lastwagens blieb bei der Kollision unverletzt. Die Autobahn konnte erst in den frühen Morgenstunden, nach Abschluss der Reinigungsarbeiten, für den Verkehr freigegeben werden. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 14.000 Euro.

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