Dresden: Andreas (54) rettet seiner Frau zweimal das Leben - Niere und Teil der Leber gespendet

Simone nennt ihre beiden Spenderorgane "Hugo" und "Louis".
Simone nennt ihre beiden Spenderorgane "Hugo" und "Louis".Foto-Quelle: Pixabay
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Von News Team

Simone (53) und Andreas (54) Freude aus Dresden verbindet eine ganz besondere Liebesgeschichte. Schon zweimal rettete der 54-Jährige seiner großen Liebe das Leben - mit seinen eigenen Organen. Aufgrund einer Erbkrankheit benötigte Simone in den vergangenen sechs Jahren eine neue Niere und eine Leber. Andreas kam als Spender in Frage und zögerte keine Sekunde. "Wir sind das wahrscheinlich am innigsten verbundene Ehepaar der Welt", scherzt die 53-Jährige.

20 Jahre ahnte Simone nichts von ihrer Krankheit. Erst bei der Geburt ihres Sohnes 1987 erhielt sie die erschütternde Diagnose. Im Laufe der Zeit legten Zysten Nieren und die Leber lahm, so dass ihre Organe nicht mehr funktionierten.

Anfangs konnte Simone noch ganz gut und unter engmaschiger Überwachung Leben. Doch 2013 wendete sich das Blatt. "Die Schmerzen wurden unerträglich", berichtete die 53-Jährige der "Sachsen Rundschau". "Meine linke Niere versagte völlig. Sie musste entfernt werden."

Ehemann spendet Niere

Weil auch die rechte Niere schwächelte, blieb Simone nur die Dialyse und die Hoffnung auf ein Spenderorgan. Obwohl ihr Ehemann nicht dieselbe Blutgruppe hat, kam er als Spender in Frage - und zögerte keine Sekunde. "Für mich war das selbstverständlich", sagte er.

2014 wurde Simone im Rahmen einer Transplantation an der Uniklinik Dresden das neue Organ einpflanzt. Ihr Körper akzeptierte es sofort. Einige Jahre lebte das Ehepaar glücklich und ohne Komplikationen.

Leberversagen im Urlaub

Doch im Mai 2017 brach Simone plötzlich mit Leberversagen im Österreich-Urlaub zusammen. Die Zysten hatten das nächste Organ funktionsunfähig gemacht. Diesmal bestand höchste Lebensgefahr.

"Von da an fehlen mir vier Wochen. Ich lag im Delirium", so die ehemalige Bürokauffrau, die in dieser Zeit auch Nahtoderfahrungen gemacht hat. Wieder wurde Ehemann Andreas zum Helden.

Der 54-Jährige spendete Simone 60 Prozent seiner Leber. Das war nur deshalb möglich, weil sich das Organ innerhalb eines Jahres wieder bis zur Ursprungsgröße regenerieren kann. Am 17. Oktober 2017 erhielt seine Frau in einer zwölfstündigen Operation die lebensrettende Spenderleber. Als beide nach ihren Eingriffen Hand in Hand aufwachten, spürte Simone: Es waren nicht nur die Organe, die sie weiter leben ließen. Es war die unendliche Liebe ihres Mannes.

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