Wiesbaden: Tödlicher Bus-Unfall: Gaffer behindern Rettungskräfte - Videos mit Verletzten aufgetaucht

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Von News Team

Nach dem tödlichen Busunfall in Wiesbaden vom Donnerstag sorgen jetzt Gaffer-Videos von der Unglücksstelle für Empörung: In sozialen Netzwerken sollen Handy-Videos kursieren, die Aufnahmen von Schwerverletzten zeigen, berichtet die "Hessenschau".

Die Filme wurden demnach offenbar noch vor dem Eintreffen der Notärzte aufgenommen.


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"Die Leute fangen eher an zu filmen, als den Leuten Hilfe zu leisten", beklagte ein Feuerwehrsprecher den "normalen Wahnsinn“ gegenüber der Nachrichtensendung.

Auch die Polizei berichtete am Samstag via Twitter, dass Verletzte und Hilfsbedürftige gefilmt sowie Rettungskräften der Weg versperrt und sie bei ihrer Arbeit behindert worden seien.



Bei dem Unfall am Donnerstagnachmittag in Wiesbaden hatte der 65-jährige Fahrer eines Linienbusses aus bislang unbekannten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war mit sechs Autos und einem weiteren Bus zusammengestoßen. Zum Stehen kam der Bus erst in einem Wartehäuschen.

Im Video:

Ein Toter und 23 Verletzte nach Busunglück am Wiesbadener Hauptbahnhof



Dort stand ein 85 Jahre alter Mann, der von dem Bus eingeklemmt und so schwer verletzt wurde, dass er im Krankenhaus starb. 23 Menschen wurden verletzt.

Das Geschehen hielten offenbar mehrere Schaulustige mit ihrer Handykamera fest. Ob den Gaffern Konsequenzen drohen, etwa wegen unterlassener Hilfeleistung, werde untersucht, so die "Hessenschau" und zitiert einen Sprecher der Polizei: "Wir prüfen, ob es strafrechtlich relevant ist."

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