Australien: Blindtaube Hündin musste im eigenen Kot leben

Australien: Blindtaube Hündin musste im eigenen Kot leben
Australien: Blindtaube Hündin musste im eigenen Kot lebenFoto-Quelle: RSPCA South Australia
News Team
Von News Team

Australien. In Adelaide (Bundesstaat South Australia) ist ein 54 Jahre alter Mann zu einer sechsmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden, weil er seine Hündin misshandelt hat. Das taube und blinde Tier, das 2017 aus seiner misslichen Lage befreit worden war, war dermaßen krank, dass es eingeschläfert werden musste.

Wie die Tierschutzorganisation RSPCA South Australia auf ihrer Webseite berichtet, hatte der Angeklagte den Fox-Terrier-Mischling namens Brandy bis zu seiner Befreiung am 31. August 2017 in einem völlig verdreckten Hundezwinger gehalten. So lag zum Beispiel überall Urin und Hundekot, wodurch das Tier erkrankte.

Laut einem Tierarzt, der die Hündin damals untersuchte, hatte Brandy als Folge ihrer schlechten Gesundheit ein vergrößertes und ein kollabiertes Auge, einen eingewachsenen und infizierten Nagel, eitrige Entzündungen des Zahnbetts sowie Ohrinfektionen und einen Spulwurmbefall.

Das taube und blinde Tier, das 2017 aus seiner misslichen Lage befreit worden war, war dermaßen krank, dass es eingeschläfert werden musste.
RSPCA South AustraliaDas taube und blinde Tier, das 2017 aus seiner misslichen Lage befreit worden war, war dermaßen krank, dass es eingeschläfert werden musste.

Weil der Mischling dermaßen krank war, entschied sich der Veterinär, Brandy einzuschläfern. In seinem Bericht an das Gericht schrieb er, das Tier habe aufgrund der Misshandlungen an akuten Schmerzen leiden müssen. Diese seien durch den eingewachsenen Nagel zusätzlich intensiviert worden.

Eine RSPCA-Mitarbeiterin, die sich mit dem Fall beschäftigte, sagte vor Gericht, dieser sei einer der schlimmsten Fälle, an dem sie bisher gearbeitet habe. "[Brandy] war eine ältere Hündin, blind, taub und völlig verletzlich, die von ihren Besitzern vernachlässigt wurde, als sie sie am dringendsten brauchte."

Neben dem geständigen 54-Jährigen wird im Fall der misshandelten Hündin auch gegen eine zweite Person ermittelt. Ein Haftbefehl ist erlassen worden.

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