Nach Tod von Stadt-Mitarbeiter: Kollegin lässt Wut freien Lauf

Ein Mitarbeiter der Stadt Köln ist tödlich verletzt worden
Ein Mitarbeiter der Stadt Köln ist tödlich verletzt wordenFoto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

Köln. Kurt B. hatte keine Chance. Kaum hatte der Schuldner, bei dem er und seine Kollegin geklingelt hatten, die Tür geöffnet, griff jener beide mit einem Messer an. Der 47 Jahre alte Beamte wurde dabei so stark verletzt, dass er starb. Eine Kollegin der beiden hat ihrem Frust und ihrer Wut freien Lauf gelassen.

Der Vorfall ereignete sich am Freitag im Kölner Stadtteil Dünnwald. Die Begleiterin des städtischen Zwangsvollstreckers, 57 Jahre alt, rief den Notarzt, der B. allerdings nicht retten konnte. Sie wurde mit einem schweren Schock ins Krankenhaus gebracht.

Noch am selben Tag veröffentlichte eine Kollegin der beiden einen Post auf emotionalen Facebook.

"Traurig und wütend zugleich"

"Ich bin gerade ziemlich traurig und wütend zugleich!!", schreibt Gitte Lück, die nach eigenen Angaben ebenfalls bei der Stadtverwaltung Köln arbeitet.

"Wie kann es sein das ein Kollege morgens zum Dienst antritt und nicht mehr nach Hause kommt? Weil er seinen Job gemacht hat? Wie kann sowas krankes passieren?", fragt sie weiter.

"Ihr seid dafür verantwortlich"

Die Menschen sollten sich überlegen, dass die Mitarbeiter nichts dafür können, wenn jemand Schulden hat oder jemand falsch parkt. "Ihr seid dafür verantwortlich, wenn ihr von uns einen Bescheid bekommt!! Nicht wir und auch nicht der Kollege heute!!"

Kollegin: Immer wieder Bedrohungen und Beschimpfungen

Sie habe "sowas von die Schnauze voll" davon, beschimpft und bedroht zu werden - sich jedes Mal, wenn die Tür aufgeht, zu fragen: Will der Bürger jetzt nur eine Auskunft oder flippt der hier gleich aus?"

Denn sich beschweren und schimpfen würden alle schnell. "Wie man es macht, macht man es aus Bürgersicht verkehrt!!", schreibt sie.

Sie will Beitrag leisten

Dessen ungeachtet wolle sie ihren "Beitrag in dieser Stadt leisten", indem sie für sie arbeitet.

Schließlich hofft sie, dass der Täter seine gerechte Strafe bekomme, ohne Kuschelkurs. Am Ende appelliert sie: "Liebe Leute da draußen, wie gesagt, wir sind nur die ausführenden Mitarbeiter/Sachbearbeiter, wir halten uns an geltendes Recht/Gesetz! Wir entscheiden nicht zu eurem Nachteil weil wir das so lustig finden und uns ins Fäustchen lachen!! Also, denkt mal drüber nach wer letztendlich und tatsächlich für EURE EIGENEN Sachen verantwortlich ist!!!!"

Und weiter:"„Genießt die Zeit mit euren Lieben, man sieht ja wie es kommen kann!
R.I.P. lieber Kollege😞"

In den Reaktionen bekommt sie viel Zustimmung und Lob für ihre deutlichen Worte.

Beschuldigter kommt in geschlossene Psychiatrie

Der mutmaßliche Täter, 60 Jahre alt, wurde vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.
Es sei nach derzeitigem Ermittlungsstand davon auszugehen, dass er an einer psychischen Erkrankung leidet und seine Schuldfähigkeit erheblich eingeschränkt war.

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4 Kommentare

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Hier hat ein Täter mit geistiger Störung getötet. Behandlung im Vorfeld? Wegen mangelnder Gelegenheit nicht möglich. Auch hier versagt unser Gesundheitssystem.

„Kollegin: Immer wieder Bedrohungen und Beschimpfungen
Sie habe "so was von die Schnauze voll" davon, beschimpft und bedroht zu werden - sich jedes Mal, wenn die Tür aufgeht, zu fragen: Will der Bürger jetzt nur eine Auskunft oder flippt der hier gleich aus?"
Mal gefragt, werden wir von Seiten der Regierenden einfach zu viel gequält? Gängelung, Verordnungen, Richtlinien oder Gesetze die den Kleinen Mann drangsalieren. Da lassen z.B. Gemeinden Jahrzehntelang ihre Infrastruktur verkommen und plötzlich werden die Bürger für die Instandsetzung zur Kasse gebeten. Verschwendung bei Imageprojekten und das Schwimmbad wird geschlossen. Gleichzeitig werden die Großen Gangster mit Boni oder mit der Hochachtung der Kanzlerin beglückt. Der Zorn gilt also nicht den Beamten oder den Angestellten sondern der korrupten Politik, sie bricht sich aber ihre Bahn bei denen, die den direkten Kontakt zum Bürger haben. Gerade diese gequälten und einfachen Menschen unterscheiden nicht mehr zwischen Politik und den ausführenden Menschen. Die in Wolkenkuckucksheim haben das aber immer noch nicht begriffen.
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Tja, es ist maßlos traurig. Nun wird der Täter für nicht zurechnungsfähig eingestuft und wird auf Staatskosten gepflegt. Ich frage mich, wo bleibt die Bestrafung????😢
Das frage ich mich auch schon
Ist nicht jeder Mörder psychisch gestört? Bin dafür jeden Mörder frei zu sprechen.
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