Böllerverbot an Silvester: Hier darf nicht mehr geknallt werden

In vielen Städten Deutschlands herrscht an Silvester ein Böllerverbot
In vielen Städten Deutschlands herrscht an Silvester ein BöllerverbotFoto-Quelle: Pixabay
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So schön es ist, das neue Jahr mit einem bunten Feuerwerk zu begrüßen - Böller und Raketen haben in Zeiten des Klimaschutzes eigentlich nichts verloren. In nur wenigen Stunden werden an Silvester rund 5000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. So viel wie auf deutschen Straßen innerhalb von zwei Monaten. Die Deutsche Umwelthilfe beantragte daher für 98 Städte, in denen die Feinstaubbelastung oberhalb des WHO-Grenzwertes liegt, einem Böller-Stopp. Doch nur wenige sind dem Aufruf gefolgt.

Laut DUH liegt die Feinstaubbelastung der Atemluft in den Silvesterstunden zwischenzeitlich bei 1000 Mikrogramm PM10/m³ im Stundenmittel. Im Vergleich: Der Grenzwert der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) beträgt 20 Mikrogramm PM10/m³ im Jahresmittel.

Laut einer Insa-Umfrage für "Bild" würden 78 Prozent der Deutschen ein generelles Böllerverbot begrüßen. Nur 15 Prozent bestehen auf das Spektakel am Nachthimmel. Am Böller-freundlichsten sind übrigens die Jüngeren. Bei den 18- bis 29-Jährigen sprachen sich nur 60,4 Prozent für ein Böllerverbot aus.

Viele Städte haben für dieses Jahr Verbotszonen eingerichtet - dazu zählen:

  • Berlin: rund ums Brandenburger Tor, auf dem nördlichen Teil des Alexanderplatzes, Pallasstraße in Schöneberg. Das Verbot gilt von Silvester 18 Uhr bis 1. Januar, 6 Uhr. Erlaubt sind ausschließlich Wunderkerzen, Tischfeuerwerke und Knallerbsen
  • Hamburg: rund um die Binnenalster; Jungfernstieg, Neuer Jungfernstieg, Ballindamm und Lombardsbrücken werden abgesperrt. Das Verbot gilt von Silvester 18 Uhr bis 1. Januar, 1 Uhr.
  • München: innerhalb des Mittleren Rings (komplette Innenstadt)[/li ] [li]Köln: im Bereich um den Dom (im Norden bis zu Kyotostraße und östlich bis zum Rheinufer)
  • Dortmund: in der Innenstadt rund um den Hauptbahnhof und den Platz von Leeds. Das Verbot gilt von Silvester 20 Uhr bis Neujahr 2 Uhr.
  • Hannover: in der Innenstadt im Bereich zwischen dem Opernplatz und Steintor, Raschplatz sowie den Platz der Weltausstellung. Das Verbot gilt von Silvester 20 Uhr bis Neujahr 3 Uhr.
  • Bremen: rund ums Rathaus, Marktplatz sowie in der Nähe von Kirchen, am Flughafen, vor Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen
  • Düsseldorf: in der Altstadt zwischen dem Rathausufer und der Heinrich-Heine-Allee sowie zwischen Ratinger Straße und Flinger Straße
  • Frankfurt am Main: Die Stadt hat sich gegen ein generelles Böllerverbot entschieden. Aus Sicherheitsgründen sind nur die Bereich vor Altenheimen, Krankenhäusern sowie das Mainufer und der Eiserne Steg böllerfrei
  • Stuttgart: rund um den Schlossplatz
  • Augsburg: rund um den Rathausplatz
  • Nürnberg: im Bereich der Burg sowie rund um die Lorenzkirche und am Hauptmarkt
  • Landshut: in der Innenstadt
  • Ingolstadt: in der Altstadt
  • Würzburg, Bamberg, Freising, Passau: teilweise in der Innenstadt
  • Fürth: rund um die Fürther Freiheit, den Kohlenmarkt und den Dreiherrenbrunnen
  • Regensburg: Steinerne Brücke wird gesperrt
  • Bayreuth: in der Innenstadt
  • Wiesbaden: teilweise rund um die Wilhelmstraße
  • Karlsruhe: teilweise in der Innenstadt
  • Aachen: innerhalb des Grabenrings
  • Bielefeld: am Bielefelder Boulevard im neuen Bahnhofsviertel
  • Hameln: in der Altstadt
  • Lüchow: in der Altstadt
  • Duderstadt: teilweise in der Altstadt
  • Goslar: in der Altstadt
  • Timmendorfer Strand: vereinzelte Verbotszonen werden eingerichtet
  • Lüneburg: in der Altstadt
  • Göttingen: innerhalb der Wallanlagen sind Feuerwerke der Kategorie F2 verboten
  • Braunschweig: rund um die Rathauskolonnaden und im Magniviertel

Polizisten kontrollieren in den Verbotszonen. Bei Zuwiderhandlung drohen empfindliche Bußgelder oder eine Anzeige.

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11 Kommentare

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Ach gott habt ihr Sorgen. Ich würde auch noch Christbäume verbieten. Alles gehört verboten.
Ohje, im tv kam gerade was von den hl drei könige. Da haben sie einem könig das Gesicht geschwärzt . Das ist ja rassistisch. Muss schnellstens verboten werden.
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Lasst die Leute doch böllern.
Nur diese schlucken den Feinstaub.
Die anderen können sich am Fenster das schöne Feuerwerk ansehen und dabei noch Geld sparen..
Das gesparte Geld kann an den Umweltschutz gespendet werden.
Die Spendenquittung ist sogar steuerlich absetzbar.
Spätestens mittags ist der Feinstaub verflogen.
Gruß
Karl-Heinz
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Feuerwerk müsste generell verboten werden.
Du bist blöde
Genau Reinhold!!!!
Und Ralf ... Weißt Du überhaupt was Du sagst???
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Die verbote sind teilweise lächerlich und es nimmt Überhand. Natürlich gibt es zonen in den Städten da sieht es aus wie im Londoner Nebel. Man könnte aber ohne große Probleme Böllerzonen einrichten und wer sein Geld verböllern möchte kann es dann hier tun. Es ist aber auch zu beobachten das oft die Sozialschwachen
Böllern wie die Bekloppten, ob die Zuschüsse vom Amt bekommen?
Genau
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Was für ein Zirkus .... in DL wird immer mehr verboten
Das verbotene Land ....
78% sind dagegen aber 90% böllern.Komisch.😁
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Wann kommt die Mauer um Westdeutschland?
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