Australien: Mutige Hündin Patsy rettet 900 Schafe vor Flammentod

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Von News Team

Die verheerenden Brände in Australien haben schon Millionen Tieren das Leben gekostet. In den Flammen sterben vor allem Wild-, aber auch Haustiere. Jetzt wird eine Hündin namens Patsy als Heldin gefeiert, die Hunderte Schafe vor dem Feuertod gerettet hat.


"Sie hat sich für den Rest ihres Lebens das Recht auf den Vordersitz [im Auto, Anm. d. Red.] verdient", sagte Stephen Hill, Besitzer von Patsy dem Fernsehsender SBS News. Die sechs Jahre alte Hündin, ein Kelpie-Border-Collie-Mischling, hatte an Silvester 900 Schafe weg von den Bränden in ein sicheres Gehege getrieben. Ohne sie wäre er niemals in der Lage gewesen, die Schafe zu retten, sagte Hill aus aus Corryong im Bundesstaat Victoria.

Patsy bewahrte die Ruhe

Mehrere Schuppen brannten den Schilderungen zufolge auf seinem Grundstück ab. Es sei aber nur eine Handvoll Schafe, da es Patsy geschafft habe, die Ruhe zu bewahren und ihren Aufgaben nachzugehen – auch als Rauch bereits das gesamte Grundstück einhüllte.

Patsy auf Instagram

Inzwischen hat die Geschichte Patsy weltweit zu beachtlicher Popularität verholfen, weshalb ihre Besitzer ihr einen Instagram-Account eingerichtet haben mit dem Titel "Patsy, der Corryong-Wunderhund" (patsythecorryongwonderdog).

Brand mit Wasserpumpe bekämpft

"Völlig gelassen wartete Patsy mit ihm [Stephen], bis das Feuer so nah war, dass es mit einem Traktor und einer Wasserpumpe bekämpft werden konnte", heißt es in einem Instagram-Posten. Und dass die geretteten Schafe wohlauf sind.

"Tolle Arbeit, kleines Mädchen"

Wie Stephens Schwester Cath in einem Facebook-Post schreibt, wurden auch Heuballen, Silage, der Schafstall und die beiden Bauernhäuser vor den Flammen gerettet. "Tolle Arbeit, kleines Mädchen 🙂", lobt sie Patsy.

Mindestens 28 Menschen tot

Im Südosten Australiens sind seit September mindestens 11,8 Millionen Hektar verbrannt, das entspricht in etwa einem Drittel der Fläche Deutschlands. Mindestens 28 Menschen getötet, Tausende Häuser zerstört. Schätzungen zufolge starben zudem mehrere hundert Millionen Wildtiere durch die Flammen und deren Folgen, teils ist auch von einer Milliarde die Rede.

Kangurus bekommen Essen aus der Luft

Inzwischen werden über abgebrannten Gebieten unter anderem Karotten abgeworfen, damit Kangurus und andere überlebende Tiere nicht verhungern.
Diese Woche wird in den Brandgebieten Regen erwartet. Doch dieser könnte nicht nur helfen, sondern auch Probleme bringen, wie "tagesschau.de" erläutert. Heftiger Regen und Gewitter könnten nach Befürchtungen von Meteorologen Sturzfluten auslösen.


Auch US-Spezialtruppe im Einsatz

Feuerwehrleute aus Kanada und den USA helfen bei den Einsätzen, darunter auch eine US-Spezialtruppe. Nach Angaben der EU-Kommission lehnte Australien ein Angebot zur Entsendung europäischer Feuerwehrleute zum Kampf gegen die verheerenden Buschbrände vorerst ab.

autoren wize.life

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