Kolumbien: Mann fingiert eigene Entführung – um Hochzeit zu entgehen

Der schönste Tag des Lebens? Nicht für eine Frau in Kolumbien, der Bräutigam ...
Der schönste Tag des Lebens? Nicht für eine Frau in Kolumbien, der Bräutigam sie partout nicht heiraten wollteFoto-Quelle: pixabay
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Von News Team

Ein Mann scheint entführt worden zu sein. Der Ort wird abgeriegelt, drei Stunden lang wird alles durchforstet – bis das mutmaßliche Opfer schließlich bei Verwandten gefunden wird und klar wird: Die Entführung war nur fingiert. So geschehen in Kolumbien.

Das Szenario klang erschreckend: Zwei Männer seien auf einem Motorrad angekommen, hätten einen Bräutigam in spe mit einer Schusswaffe bedroht und mitgenommen, berichtete die Familie der Frau, die das mutmaßliche Entführungsopfer an dem Tag heiraten wollte.

Groß angelegter Polizeieinsatz

Oberst Jovanni Cepeda, Kommandant des fünften Polizeibezirks in Pitalito im kolumbianischen Department Huila startete daraufhin eine groß angelegte Polizei-Operation, wie unter anderem "publimetro.co" berichtete.

Drei Stunden lange Suche

"Praktisch alle Straßen in der Gemeinde wurden geschlossen", sagte er. Mit Hilfe des Geheimdienstes habe man drei Stunden lang versucht, die Entführer zu lokalisieren – bis herauskam, dass der Mann seine Entführung fingiert hatte.

Beteiligten droht Gefängnisstrafe

Die Beamten fanden den 55-Jährigen schließlich im Haus eines Verwandten. Er habe die junge Braut nicht heiraten wollen, sagte Colonel Cepeda.
Die Beteiligten könnte die Aktion teuer zu stehen können, nicht nur finanziell: Dem Bericht sind zufolge sind sogar Gefängnisstrafen möglich, im Falle des Drahtziehers bis zu sechs Jahre.

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