Tiefenbronn: Familienvater tötet Ehefrau und Sohn - Prozess startet

Tiefenbronn: Familienvater tötet Ehefrau und Sohn - Prozess startet
Tiefenbronn: Familienvater tötet Ehefrau und Sohn - Prozess startetFoto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

Weil er seine 38 Jahre alte Ehefrau und den jüngeren Sohn (8) auf heimtückische Weise getötet hat, muss sich seit Freitag ein 61-Jähriger aus Tiefenbronn (Enzkreis, Baden-Württemberg) vor Gericht verantworten. Der ältere Sohn (11) war lebensgefährlich verletzt worden, konnte aber flüchten und entkam nur knapp dem Tod.

Dem Mann wird vorgeworfen, am 25. Mai 2019 seiner Ehefrau und den zwei Jungen starke Betäubungsmittel verabreicht zu haben. Danach habe er allen drei Schnittverletzungen am Hals zugefügt. Diese seien laut Obduktionsbericht für den Tod der 38-Jährigen und des jüngeren Kindes ursächlich gewesen.

Elfjähriger kann schwer verletzt flüchten

Während der Tat war dem älteren Sohn des Paares gelungen, schwer verletzt aus dem Haus flüchten. Ein Passant entdeckte das blutende Kind auf der Straße und alarmierte daraufhin die Polizei. In der Wohnung der Familie fanden die Beamten wenig später die Leiche des anderen Jungen und der 38-Jährigen.

Mord in Tiefenbronn: Vater gesteht Tat

Der 61-Jährige hatte nach der Tat zwar versucht, sich mit Alkohol und Medikamenten das Leben zu nehmen. Einsatzkräfte konnten ihn aber noch lebendig in der Wohnung finden und den Suizidversuch verhindern. Gegenüber der Polizei räumte der Mann rund eine Woche nach dem Vorfall die Taten ein.

Prozessauftakt: Hintergründe noch unklar

Warum der Tiefenbronner seine Familie töten wollte, ist auch fast ein Jahr nach dem Vorfall immer noch unklar. Ebenfalls unbekannt ist, ob der Mann bereits zur Tatzeit unter dem Einfluss von Alkohol oder Medikamenten stand. Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes befindet er sich in einer Justizvollzugsklinik.

Das Gericht hat für das Verfahren 15 Zeugen und Sachverständige geladen und vier Verhandlungstage anberaumt. Ein Urteil wird für den 10. März erwartet.

Quellen: "Südwestdeutscher Rundfunk" (SWR), "echo24"

autoren wize.life

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