Bewaffnet und "infiziert": Ritter mit Coronavirus löst Polizeieinsatz aus

Infizierter Ritter mit Coronavirus löst Polizeieinsatz aus
Infizierter Ritter mit Coronavirus löst Polizeieinsatz ausFoto-Quelle: Pixabay (Symbolbild)
News Team
Von News Team

Im Landkreis Karlsruhe ereignete sich am gestrigen Mittwochabend (25. März) eine filmreife Festnahme: Ein Anwohner alarmierte die Polizei, nachdem er von einem mit Schwert und Harnisch ausgerüsteten Ritter attackiert worden ist. Als Polizeibeamte den schwertschwingenden "Edelmann" stellten, behauptete dieser zudem noch, mit dem Coronavirus infiziert zu sein.

Laut Polizei Karlsruhe war es an einem Anwesen in der Burgstraße in der Ortschaft Menzingen zuvor zu einer Streitigkeit gekommen. Gegen 21 Uhr versuchte daraufhin ein 35-jähriger Mann die Haustüre des Anwesens einzutreten. Er scheiterte daran und suchte vorerst das Weite, nur um kurze Zeit darauf wiederzukommen und lautstark vor dem Haus zu randalieren.

Randalierer kehrt als Ritter zum Anwesen zurück

Danach habe er sich erneut entfernt, doch kehrte schon bald in einer mittelalterlichen Ritterrüstung und mit einem Schwert bewaffnet zum Anwesen zurück. Anschließend durchstach er mit seinem Schwert den Glaseinsatz der Haustüre. Dabei habe er einem hinter der Türe stehenden 29-Jährigen eine Schnittverletzung an der Hand zugefügt.

Erst als er die alarmierte Polizei anrücken sah, ergriff der Raubritter schließlich die Flucht. Er konnte jedoch auf einem benachbarten Grundstück von einer Streifenwagenbesatzung gestellt werden. Mit auf Brusthöhe ausgestreckter Klinge stellte sich der Mann den Beamten entgegen, bis diese ihm mehrmals mit dem Gebrauch der Schusswaffe drohten.

Als er das Schwert endlich zur Seite gelegt hatte, konnte der Mann mit Gewalt festgenommen werden.

Ritter gibt Infizierung mit Coronavirus an

Eine weitere Streife sollte den gefesselten Ritter anschließend zum Polizeirevier transportieren, doch während der Fahrt teilte dieser den Beamten mit, dass er am Coronavirus erkrankt sei. Wie die Polizei berichtet, mussten daraufhin eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt und ein Arzt hinzugezogen werden. Die vier Beamten, die Kontakt zu dem angeblich infizierten Mann hatten, seien umgehend vom Dienst freigestellt worden. Zudem wurden die Gesundheitsbehörden eingeschaltet.

"Infektion eher auszuschließen"

Währenddessen wurde der 35-Jährige in ein Krankenhaus gebracht, wo nach eingehender ärztlicher Untersuchung mitgeteilt werden konnte, dass eine Erkrankung des Mannes am Coronavirus eher auszuschließen sei. Auch Symptome zeige er keine. Er wurde inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen. Der Mann habe nun mit mehreren Strafanzeigen zu rechnen, so die Polizei Karlsruhe.

autoren wize.life

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