Hunde im Auto können zur Gefahr werden

Autounfall mit Hund: Wenn Bello zur fliegenden Granate wird

Wir Bundesdeutsche sind auf den Hund gekommen. Kaum eine Zeitschrift beschäftigt sich nicht mit dem geliebten Vierbeiner. In den Lebensmittelmärkten quillen die Regale mit Hundenahrung über. Eine ganze Industrie lebt vom Hund. Des Menschen bester Freund kann das Leben glücklicher machen. Für viele ist er als Familienmitglied anerkannt und wichtiger denn je.
In rund 13 Prozent der deutschen Haushalte leben ca. 5,3 Millionen Hunde. Das sind mehr als Kinder im Vorschulalter. Alle diese Vierbeiner begleiten „Herrchen“ und „Frauchen“ beim Spaziergang, Einkauf, Fahrradfahren und natürlich auch im Auto. Aber wie sind die Vierbeiner im Fahrzeug am besten geschützt?

Diese Frage wollte ein großer Versicherer in einem Crashtest erklären und fuhr Hunde gegen die Wand. Natürlich wurden bei dem Test keine lebenden oder toten Hunde verwendet. Ausgesucht hatten die Sicherheitstechniker einen sogenannten Dummy. Diese 35-Klio schweren Hundepuppe namens Rex sollte zeigen, was mit ihr beim Aufprall passiert.

Große Hunde werden zur tonnenschweren Granate


Ein Unfall mit 40 km/h zeigt überdeutlich, wie gefährlich es für Hund und Insassen werden kann, wenn Rex ohne Sicherung im Auto mitfährt. Ungebremst fliegt der 35 Kilogramm schwere Hunde-Dummy von der hinteren Sitzreihe ins Armaturenbrett. Der Aufprall ist so hart, dass Knöpfe und Schalter abknicken, die Mittelkonsole bricht und der Schalthebel des Getriebes abgerissen wird. Aufgrund des abrupten Stopps vervielfacht sich das ursprüngliche Gewicht bei dem Aufprall auf 1,6 Tonnen. Das ist nicht nur für den Vierbeiner tödlich, sondern kann auch bei den Insassen für schwerste Verletzungen sorgen, wenn der Hund mit dieser Wucht gegen den Vordersitz gedrückt wird.

Kleine Bellos kann das Hundegschirr halten


Mehr Glück hatte der nur sieben Kilogramm schwere Hunde-Dummy Markus, der auf der Rückbank mit einem Hundegeschirr gesichert war. Im Crashtest berührte er zwar den Sitz vor ihm, da die Gurtsysteme prinzipiell große Bewegungsfreiheiten erlauben, wurde aber an Ort und Stelle sicher gehalten.

Sicherungspflicht für Hunde


Hundehalter sind auch per Gesetz dazu verpflichtet, ihren vierbeinigen Begleiter im Auto zu sichern. Der Grund: Hunde gelten dem Gesetzgeber nach als Ladung – und diese muss ordnungsgemäß verstaut werden. Doch nicht alle auf dem Markt angebotenen Systeme sichern den tierischen Insassen gleichermaßen gut.

Boxen und Gitterstäbe


Den sogenannten "Hundesicherheitsgurt" empfiehlt die Allianz-Versicherung nur für Hunde bis zu einem Gewicht von maximal zwölf Kilogramm. Aus Sicht der Experten ist der Transport in der Hundebox die sicherste Variante. Einfache Drahtgitterboxen, die nicht explizit zur Sicherung angeboten werden, sind dabei jedoch nicht ausreichend. Die Gitter können sich bei einem Unfall verbiegen, die schmalen Drahtgitterstäbe für den Hund zu einer zusätzlichen Gefahr werden.
Ob Hundegeschirr oder Transportbox, wichtig bei allen Sicherungsmethoden ist, dass sie GS-geprüft sind. Darüber hinaus sollten Käufer auf das Siegel eines Prüfinstituts wie TÜV oder Dekra achten. Diese garantieren, dass die Systeme unter Unfallbedingungen getestet wurden – und damit Hund und Herrchen im Falle eines Falles bestmöglich geschützt sind.

7 Kommentare

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Auf dem Rücksitz und angebunden
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Grundsätzlich in der Kühlbox.
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Mein Tiger sitzt immer unter dem Bremspedal... das würde heikel ausgehen. Wenn er mitfahren muss, dann nur in der Transportbox und angeschnallt auf der Rückbank
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Kommt auf den Vierbeiner drauf an... Entweder eine Transportbox oder, bei Hunden, auch ein Brustgeschirr, das am Gurthalter eingerastet werden kann.
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Ein Unfall mit hoher Geschwindigkeit ist für den Hund meist tödlich. Die Hunde oder Katzen haben weder im Geschirr noch in den Boxen eine Überlebenschance.
Den Gesetzgeber und TÜV interessiert nur, ob dieses "Gepäck" (Tier) den Fahrer oder Beifahrer einen Schaden zufügen kann

Leider ist es so
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Ein Integralhelm für alle Personen im Auto wäre noch empfehlenswert, um im Falle eines Unfalls bestmöglich geschützt zu sein.

Wer schützt mich eigentlich vor denen, die mich schützen wollen?
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Das Hundegeschirr für kleine Hunde ist nicht brauchbar. Bei einer Notbremsung hängt sich der Hund förmlich auf und rutscht damit von der Rückbank. Eine Box kommt für mich nicht infrage, da der Hund im Sommer darin "kocht". Es wird so viel unsinniges erfunden, vielleicht gibt es mal eine Lösung für einen vernünftigen Transport. TÜV und Dekra haben die Transporttaschen für Kleinhunde sicher nicht geprüft, oder? Mein Hund ist kein Minihund, darum kommt er nicht in diese Taschen/Box.
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