Pflege für Zimmerpflanzen - Mit diesen kleinen Tricks bekommt ihr wunderbare Ergebnisse

Hartes Wasser ist nicht gut für Pflanzen
Hartes Wasser ist nicht gut für PflanzenFoto-Quelle: Pixabay
News Team
Aktualisiert:
Von News Team

Nur wenige Zimmerpflanzen gedeihen mit kalkhaltigem Gießwasser, das bei uns aus vielen Hausleitungen kommt. Wie wird das lebensnotwendige Nass für unsere grünen Hausgenossen verträglicher? Auf den Pflanztöpfen breiten sich weiße Beläge aus. Worum handelt es sich und ist es gefährlich?

In vielen Pflegeanleitungen für Zimmerpflanzen heißt es: "Verwenden Sie nur kalkfreies Gießwasser!" Leicht gesagt: Unser Leitungswasser ist ausgesprochen kalkhaltig, deshalb eignet es sich überhaupt nicht für die Versorgung von Zimmerpflanzen.

Meine Nachbarn rieten mir dazu, Regenwasser vom Dach aufzufangen. Das ist mir einerseits zu umständlich, andererseits kann ich mir vorstellen, dass es für die Pflanzen auch nicht gerade das Beste ist bei dem Schmutz, der von den Ziegeln runtergespült wird! Was kann ich tun, damit die Zimmerpflanzen nicht „verkalken"?

Ablagerungen von Ölheizungen, Feinstaub und der allgemeine Schmutz in der Luft belasten das Regenwasser vom Dach, wie Sie sehr richtig schreiben. Möchten Sie es dennoch nutzen, warten Sie die ersten Güsse ab und fangen es erst nach einer halben Stunde Regen in Ihrer Vorratstonne auf.

Leitungswasser mit Tricks

Aber auch ihr Leitungswasser lässt sich mit etwas Mühe nutzen. Eine Methode besteht darin, es im Gefäß mindestens einen Tag abstehen zu lassen. Die Kalkbestandteile konzentrieren sich dann am Boden des Gefäßes. Verwenden Sie nur die obere Hälfte in der Gießkanne. Abkochen des Leitungswassers vermindert auch den Kalkgehalt. Vor dem Verwenden natürlich abkühlen lassen, versteht sich.

Sehr gut funktioniert auch dieses: Füllen Sie einen größeren Tuch-Beutel mit ungedüngter Blumenerde. Diese Erde ist meistens leicht „sauer", kann also Kalk neutralisieren. Den Beutel beliebig lange in einen größeren Eimer mit Leitungswasser einhängen. Ist das Wasser verbraucht, können Sie den „Teebeutel" noch für zwei, drei weitere Eimer verwenden, was aber nur eine Faustregel ist, denn die Ergiebigkeit hängt von dem Kalkgehalt ab.

Die Wirksamkeit können Sie übrigens sehr leicht überprüfen: Besorgen Sie sich in einer Drogerie, Apotheke oder im Gartenfachhandel „Indikatorpapier" für den pH-Wert, oft auch „Lackmuspapier" genannt. Im Wasser verfärben sich die Papierstreifen entsprechend dem Säuregrad. Ideal ist ein neutraler Wert um pH 7.0. 

Weißer Belag auf Topferde

Wie in fast jedem Winter bilden sich auf einigen Töpfen meiner Zimmerpflanzen weißliche Beläge. Um Kalkabscheidungen kann es sich nicht handeln, denn wir gießen nur mit unserem sehr weichen Leitungswasser. Worum handelt es sich Ihrer Meinung nach und was lässt sich dagegen unternehmen?

Falls es sich wirklich nicht um Kalk- oder Salzablagerungen handelt, hat sich in und auf der Topferde ein Pilzgewebe ausgebreitet. An der Oberfläche sehen Sie nur die vielen kleinen Sporenbehälter, worüber sich der Pilz vermehrt. Direkt schädlich ist der Pilz nicht, das dichte Gewebe auf und direkt unter der Oberfläche behindert aber das Gießen, denn Wasser dringt nicht mehr ausreichend in die unteren Topfteile vor, es perlt vielmehr oberflächlich zur Seite ab.

Der Luftaustausch bis in den Wurzelbereich funktioniert ebenfalls nur noch mangelhaft. Das Pilzgewebe können Sie nicht aus dem Topf entfernen, es ist aber möglich, die Auswirkungen zu mildern, indem Sie die Topferde häufig mit einem spitzen Stöckchen so tief wie möglich auflockern, wodurch das obere Pilzgeweben zerrissen und am weiteren kompakten Wachstum gehindert wird. Zugleich bleibt die Erdoberfläche für die Wasseraufnahme und den Luftaustausch geöffnet.

Im Frühjahr verschwindet der sichtbare Teil des Pilzes meistens von allein, weil mehr Licht und steigende Temperaturen für schnelles Abtrocknen der Topferde sorgen. Damit schwindet die Lebensgrundlage des Pilzes, nämlich eine ständig feuchte Umgebung.

Text: Gerd Spiegel

3 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ideal ist eine Umkehrosmoseanlage. Denn nicht nur die Pflanzen freuen sich über eine gute Wasserqualität sondern der Mensch und das Tier auch. Es wird nicht nur der Kalk entfernt sondern auch alle chemischen Bestandteile ( Gifte) die uns nicht gut tun. Es ist ein 5 Stufen Filtersystem. Zuletzt läßt die Membrane nur noch das Wassermolekühl durch. Einfach unter der Spüle angeschlossen, kann man das gefilterte Wasser direkt über einen kleinen Hahn entnehmen. Wir schleppen seitdem auch keine Wasserflaschen mehr und haben dadurch auch kein Leergut. Der Tee und Kaffee schmeckt super und auch das Gemüse schmeckt viel besser - in so einem Wasser gekocht.Es verkalken keine Kaffeemaschinen oder Eierkocher oder Dampfgarer mehr, Glasblumenvasen sehen gut aus - ohne Kalkränder! Also rundum eine tolle Möglichkeit
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Wenn Sie mit Fernheizung versorgt werden, können Sie am Entlüftungsrohr der Heizungsanlage vom Kraftwerk kommendes Wasser abzapfen und nach Abkühlung zum Gießen von Pflanzen verwenden. Es handelt sich hier um vollentsalztes und damit kalkfreies Wasser.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
sehr interessant, wieder was gelernt.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren