Lady Di und Camilla

Ehefrau contra Geliebte – lohnt sich der Kampf überhaupt?

Christine Kammerer

Es gibt Männer, die nehmen alles mit. Sie arbeiten nicht an Konflikten in ihrer Ehe und verwenden keine Mühe auf deren Gelingen. Sie lösen das Problem einfach, indem sie sich eine Zweitfrau anschaffen und bürden so die Last wieder den Frauen auf. Ein Zustand, der normalerweise für alle Beteiligten auf Dauer untragbar ist.

Viel mehr als nur ein Seitensprung

Beim Seitensprung liegen die Bedürfnisse klar auf der Hand: es geht schlicht um Sex. Eine Schattenbeziehung geht weit darüber hinaus: der Mann fühlt sich wieder geschätzt und begehrt. Die Beziehung mit der Nebenfrau ist eine Welt ohne Alltag, geschwängert von rosarote Wolken und Geigen am Himmel. Die Schattenwelt des geliehenen Glücks lebt von vielen kleinen Ritualen: von der Heimlichkeit, von Tränen, von falschen Versprechungen, von den darauffolgenden Versöhnungen und von vergeblichem Hoffen. Sie wird genährt von hehren Idealen einer missverstandenen Romantik, nach der die wahre Liebe angeblich immer mit einem schmerzlichen Sehnen verbunden sein muss – intensiv bis ins Extrem, voll Verzicht und versagter Erfüllung.

Die zweite Geige

Die meisten Frauen ahnen am Beginn einer Ménage-à-trois nicht, auf was sie sich da einlassen und viele Männer treiben in Sache Liebe ein falsches Spiel. Sie gaukeln der dritten im Bunde vor, dass ihre Ehe ohnehin in den letzten Zügen liege, dass sie und ihre Ehegattin längst von Tisch und Bett getrennt seien. Die Geliebte führt ein unwirkliches Dasein im Schatten dieser Ehe. Sie ist in einer Warteschleife gefangen, mit ihren Sehnsüchten und Wünschen allein gelassen und mit ihrem Sinnen und Trachten auf eine vage Illusion fixiert: eines Tages selbst die Nummer eins an seiner Seite zu sein.

Ausbruch aus dem Alltag

Die Ehefrau steht sozusagen stellvertretend für den gelebten - und meist durchaus auch geliebten - Alltag. Zusammen mit ihr gibt es ein Wir - eine abgeschlossene Welt, die beide teilen und zu der die Nebenfrau keinen Schlüssel besitzt: Kinder, den gemeinsam erworbenen Besitz, Verwandte und einen Freundeskreis. An diesem Ort sind Vertrautheit und Gewohnheit, Ruhe und Gemütlichkeit zu Hause. Oft allerdings gerade nicht mehr all jene wunderbaren Dinge, die der Mann bei seiner Geliebten findet: Romantik, sexuelle Abwechslung, das abenteuerliche Prickeln einer frischen, jungen Liebe und das Gefühl, begehrenswert zu sein.

Mit den Waffen einer Frau

Verliebtheit verflüchtigt sich. In der Dreierbeziehung geht es bald um viel mehr: um Sein oder Nichtsein. Die romantische Idylle verwandelt sich in den Schauplatz eines Machtkampfs. Im Gegensatz zur Herrscherin über den Alltag ist die Geliebte die Drama Queen. Sie führt Sex, Romantik und Emotionen ins Feld und versteht sich darauf, die Liebesbeziehung ganz so zu inszenieren, wie sie angeblich sein sollte. Und sie hat noch ein Ass in der Hand: sie kennt ihre Gegnerin. Sie glaubt zu wissen, mit welchen Mitteln sie die andere übertrumpfen, ihr den Rang ablaufen kann.

Der Kampf lohnt selten…

Nur einer von zehn Männern entscheidet sich tatsächlich für die Geliebte. Und wenn er es nach drei Monaten noch nicht getan hat, wird er es nie tun. Soviel zur Statistik. Ehefrauen könnten sich also in aller Regel souverän und entspannt zurück lehnen. Allerdings dürfte es auch nicht schaden, wenn beide Partner nach überstandener Krise dem gemeinsamen Eheleben wieder neues Leben einhauchen.

247 Kommentare

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Die Frage an sich ist schon absurd und völlig unnötig. Denn wer heiratet, gibt ein VERSPRECHEN .....
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Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen das weitergeliebt wird, wenn ich erfahre, das der Mensch den ich liebe eine weitere Beziehung hat. Bei mir erlöscht die Flame automatisch!! Dazu habe ich viel zuviel Respekt vor mir und meinem Leben. Kein Mensch ist es wert, das ich mich selbst respektlos behandele.
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Mal im ernst ! Liebe Madels,. Wenn er fremd geht ! erwischt wird. Und es wird geschieden. BÖSER Mann. Leider kommt öfter hinterher herraus, das sie schon lange vor im eine dauerhafte Affäre hatte, konnte es aber besser verheimlichen, als er. Sind Frauen deswegen Schw. ? ( Was Männer ja dann generell sein sollen.)
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Sie hat einen Geliebten weil er Arbeitet.
Nein Claus, nicht weil er Arbeitet, weil auch er an der Beziehung arbeiten muss.
Erika, im Umkehrschluß muß Sie an der Beziehung arbeiten wenn er FREMD geht und sich nicht als anprangern lassen. Es hat alles zwei Seiten
Ja Claus,

nur muss er auch Hilfe wollen oder annehmen. Mehr konnte ich nicht tun. Endresultat ist: jetzt am 28.10.14 ist unsere Scheidung.
Sorry,verschrieben, am 29.10.14.
Dann geh der verarscht dich eh nur
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hab ich mal geantwortet, aber wohl den falschen Ton getroffen
..das Dreierpaket also, auch das hat vielleicht seinen Grund. Die Frau zu Hause, die "Mann" Liebt, ist im Laufe der Jahre in Konfektionsgröße 48 reingewachsen, ist mit sich und ihrer Arbeit zufrieden. Beide versorgen Haus und Garten, der Mann geht zum Sport, Joggen und hält sich fit den streßigen Beruf und für..? Die Frau sitzt nach Feier-abend mit den heißgeliebten Süßigkeiten vor der Flimmerkiste und schaut sich allen möglichen Scheiß an und sieht sich schon mal nach neuen Klamotten in Größe 50 um.
Da ist noch was anderes außer Abends mit der Frau Händchen halten. Nicht jeder kommt mit der Verdoppelung seiner Liebe zurecht und sucht für den von der Natur mitgegeben Trieb einen ausgleich, eine Freundin. Was ist daran so schlimm. Aber die Männer sind immer bösen, weil sie betrügen. Aber der Grund sitzt zu Hause mit den geliebten Süßigkeiten. Nun nicht immer trifft es so zu, aber sehr häufig.
Was ist mit der umgekehrte Situ
....nun ja, den Triebausgleich sollte man nicht verheimlichen, da wird offen mit umgegangen. Aber das ist der anderen Seite egal, da die Interessenlage eine ganz andere ist. Hier hat sich die Natur erfüllt, Nachwuchs kann nicht mehr gezeugt werden, ist unzufrieden mit dem was sie ihrem Körper angetan hat und findet selbst mit der größten und ausdauerndsten Hilfe keinen Weg mehr zurück in das normale Eheleben. Jammert aber andererseits auch nicht über die Situation, wie so einige hier.
Als Mann sollte man sich aber nicht auf eine feste Beziehung ( Geliebte ) einlassen. Der Schuss kann nach hinten losgehen.
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...den Satz "geteilte Freude ist doppelte Freude" hört man doch häufig von Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts. Geht es aber um einen Mann, werden sie egoistisch und geben sich mit der halben Freude zufrieden.
Hahahahahahaha, hihihihiihiihihiihihi,

wie Recht du hast. Haben will, alles, lach grins.
@ Erika
Hatte vorher auch noch etwas geschrieben, das an sich die diesem Kommentar im Zusammenhang zu sehen sein sollte. Aber da hat keine der Damen drauf geantwortet. War wohl zu genau beschrieben.

@Waltraud
Beides ist auf Dauer zu stressig, wenn nicht alle mitspielen, auch für den Mann. Jetzt sag mir doch bitte weshalb der Mann aus einer Ehe ausbrechen soll, wenn dort alles stimmt? Den Streß wird er sich nicht antun nur um vor Kollegen anzugeben. Da steckt mehr dahinter. M.E. kann viel durch Offenheit geregelt werden, von beiden Seiten. Wenn alle Bedürfnisse, auf beiden Seiten, befriedigt sind, wird keiner aus der Gemeinschaft ausbrechen. Frau und Mann sind einfach zu unterschiedlich um gleich zu ticken, ist in einschlägiger Literatur nachzulesen. Diese Unterschiede können wahrscheinlich nur durch offene, auch schonungslose Kommunikation etwas gleicher geschaltet werden. Das kann nicht jeder und dann kommt es zu Ausbrüchen auf beiden Seiten.
Aus den Erfahrungen der Vergangenheit, auch im Freundeskreis, weiß ich, da hilft nur ein radikaler Bruch, von jetzt auf gleich. Dann muß man sich für eine Seite entscheiden und dann sieht man genau in was man Zeit und Gefühl investiert hat.
Ein Haus ist keine Grund sich für des Lebensrest unglücklich zu fühlen. Es wird verkauft, das Kapital geteilt, erledigt. Gerade in der heutigen Zeit ist eine Immobilie gut zu verkaufen, die Preise waren nie so hoch wie jetzt.
Wenn die Geliebte die Klappe hält hat sie sehr wenig oder kein Selbstbewusstsein, verkauft sich weit unter Wert. Oder weil es bequem ist, auf der einen Seite ist Er eine, wenn auch lockere, Verbindung, auf der anderen Seite kann SIE tun und lassen was sie will, braucht keine Rechenschaft über durchtanzte Nächte und "one Night stands" abzugeben. Auch eine Lösung, dann muß nicht gekämpft werden.
Was ist es bei Dir, fehlendes Selbstbewusstsein oder Bequemlichkeit?
Ohne jetzt bösartig zu sein: Selber Schuld. Wer so etwas mit sich machen läßt hat keine Selbstbewusstsein. Bingen wir es auf den Punkt: Jammer nicht handele. Wenn du nicht den Mut hast direkt zu sein, wechsele das Türschoß, ignoriere die Telefonr. und geht kommentarlos vorbei wenn er auftaucht. Kopf hoch, Nase in den Wind, die Zeiten können nur besser werden.
Mal ganz Ehrlich: Ist das Szenario real, oder willst die die Leute hier auf die Schüppe nehmen?
ich bin der gleichen Meinung, Claus !
Ich frage mich auch, warum Du, lb. Waltraud, das mitmachst ? Hast Du keinen Stolz ? Du siehst doch, dass er aus Bequemlichkeit bei seiner Frau bleibt und wegen dem Haus ! Hallo ??? So etwas würde ich in den Wind schießen.
Er hat doch alles, was er braucht: nach außen hin eine Ehefrau, für sich DICH und eben das Haus !
Und das soll Liebe sein ??? Never ever !!
Außerdem: zum fremdgehen gehören immer Zwei !
Und wenn es seine Frau ernst meinen würde, mit der Scheidung, dann hätte sie es schon längst in die Wege geleitet, sie wird doch in Gütergemeinschaft leben ? Dann bräuchte sie ja auf nichts zu verzichten !
Nee, ich hätte so einen ´"Mann" schon längst zum gejagt !
Halllo Helma,


sorry, aber von Außen ist dass immer leichter gesagt, als getan. Es geht nicht um wirtschaftliche Befindlichkeiten seitens Waltraud`s, es geht schlicht weg um Liebe. Und die findet man nicht jeden Tag und an jeder Ecke. Und die lässt sich auch nicht so einfach vergessen.

Denn gegen Herz - Schmerz gibt es noch keine Medizin.

Zum anderen gibt es mehr als Schwarz oder Weiß auf dieser Welt, dazwischen gibt es noch so viele Grautöne. Und glaube mir, ich weiß auch wovon ich spreche.

Ich bin nun seit 29.10.2014 glücklich geschieden. Und den Teufel kannst du auch aus dem Spiel lassen.
...und wer gibt dem Mann das Recht, Waltraud's Liebe so zu missbrauchen ?
Tut mir leid, wenn Du selbst solche negativen Erfahrungen gemacht hast,-
ich stelle hier nur MEINEN Standpunkt klar, ich würde das jedenfalls nicht mitmachen, schon gar nicht so lange !
Und, sorry, ich schicke hier jemanden zum Teufel wenn ich das will,-
Erika, ich meinte auch nicht Waltraud mit der "wirtschaftlichen Bequemlichkeit", sondern den Mann, der sich nicht entscheiden kann und will.
O.K.
@ Helma, genau so,
Erika interpretiert schon mal etwas anders als es geschrieben steht, aber macht nix, so kann man etwas mehr schreiben.
Wünsche eine angenehme WOCHE
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Nein! Da bin ich stockkonservativ, einen derartigen Vertrauensbruch kann ich nicht verzeihen, da wird nicht gekämpft, da wird Schluss gemacht, ohne Rücksicht auf Verluste. Alles andere ist Verschleierung, Versprechen, Hoffnung, Nachgeben, Verzeihen, was alles nicht hilft, sondern den Zustand einer Beziehung verschleiert, das Leiden verlängert und da sie trotzdem zum Tode verurteilt ist, sofort konsequent mit einem Schlag mit dieser Phrase aufhören, Gruß Peter
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Allein schon die Fragestellung erweckt den Eindruck als würden nur Männer Fremdgehen.
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Dieses Thema berührt mich,ich bin auch "eine Affäre".
War mit meinem ersten Freund 4 Jahre zusammen,wir hatten aber noch nicht zusammen gewohnt.Lernte auf der Arbeit meinen späteren Mann kennen,nach 24 Jahren unglücklicher Ehe (er war Trinker) begegnete ich meinem ehemaligen Freund wieder.Hatte mich für ihn scheiden lassen,wir sind jetzt seit 2007 ein Paar,er ist noch verheiratet.Gebe ihm bis Ende Dezember noch Zeit.Wenn er sich nicht entscheidet,kann er wieder gehen.Ich weiß,dass es weh tun wird,aber dann weiß ich,was ich vom Leben erwarten kann. Habe 2 Söhne,er keine Kinder.
LG
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Hallo Christine, ich kann das alles nur bestätigen. Habe es vor einigen Jahren auch mal erlebt, aber auf Dauer hatte ich das Schattendasein satt. Anfangs ist es ein schönes Gefühl, wenn man verliebt ist, aber mit der Zeit ist es schrecklich, auf Abruf da zu sein. Außerdem sieht man immer die betrogene Ehefrau vor sich und möchte es selber auch nicht erleben.
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