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Yvonne Willicks bei der Kühlschrank-Inspektion.

Lebensmittel: Der Unsinn mit dem Haltbarkeitsdatum

Aktualisiert:

Die ARD hat ihren Montagabend neu gestaltet – vorzugsweise mit „Lebenshilfe“, beispielsweise Rechts- und Haushaltstipps. Jetzt war „Der Haushalts-Check mit Yvonne Willicks“ an der Reihe.

Mal ehrlich. Solcher "Alltagskram" wäre früher wohl nicht zur besten Sendezeit ab 20:15 Uhr ausgestrahlt worden, sondern am Nachmittag oder Vorabend. Doch die Zeiten ändern sich.

Es wird so vieles weggeworfen

Die putzmuntere WDR-Frau Yvonne Willicks kümmerte sich um den Umgang mit abgelaufenen Lebensmitteln. 82 Kilogramm davon wirft der Durchschnittsdeutsche pro Jahr weg – meistens voreilig; ein ziemlicher Irrsinn, wie nicht nur Frau Willicks findet.

Wir erfuhren, dass das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) fast immer viel zu knapp bemessen ist. Das heißt: Damit wir schneller Neuware kaufen, erwecken die Hersteller den Eindruck, nach Ablauf des Datums seien die Lebensmittel nicht mehr genießbar.

Viel länger genießbar als gedacht

Doch weit gefehlt! Vor allem Joghurt und andere Milchprodukte, aber auch Obst, Gemüse, Backwaren und etliche weitere Dinge sind etwa doppelt so lange essbar wie angegeben und schaden dem Magen auch viele Wochen nach Ende des MHD nicht. Hätten Sie’s gewusst?

Strengere Maßstäbe und strikte Verbrauchsdaten gelten freilich z. B. für Hackfleisch und Geflügel, auch sind gewölbte Dosendeckel stets ein Alarmzeichen. Also nicht gleich allzu sorglos werden.

Die richtige Verpackung

Anschließend ging’s um die besten Verpackungsformen, wobei Frischhaltefolie zumeist die besten Ergebnisse erzielte und auch Plastikboxen sich bewährten. Umpacken ist oft richtig, luftdicht verschließen im Prinzip immer gut. Manches ist althergebrachtes Haushaltswissen, nur leider etwas in Vergessenheit geraten.

Kühlschrank-Inspektion

Sodann wurden Kühlschränke inspiziert. Klingt selbstverständlich, wird aber oft missachtet: Sie sollten nicht überladen werden, es sollten die richtigen Temperaturen eingestellt sein. Man muss die einzelnen Lebensmittel sinnvoll und sortengerecht verteilen. Und natürlich muss eine gewisse Grundhygiene herrschen.

Fazit: Durch richtige Verpackung und Lagerung bleiben Lebensmittel deutlich länger schmackhaft und genießbar. Eigentlich klar. Aber wer achtet schon immer auf alle Einzelheiten?

Frühstück mit dem Minister

Das Ganze mündete in ein Frühstück mit Bundesernährungs- und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), bei dem abgelaufene Lebensmittel zum Einsatz kamen und noch mundeten.

Schließlich gab’s einen Appell an die Politik, auf die Industrie einzuwirken: Übt keinen Kaufdruck durch allzu knappe Haltbarkeitsdaten aus!

In zwei Jahren will Yvonne Willicks nachhaken, ob sich etwas getan hat. Den Termin notieren wir uns mal.

1 Kommentar

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In unserem Haushalt wird ganz, ganz selten etwas weggeworfen und dann muss schon was außergewöhnliches passieren ( jemand krank oder man muß dingend uunvorgesehen weg usw.) Die meisten LM kann man irgendwie noch verarbeiten.
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