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Was Frauen wirklich denken: Weihnachten unter Palmen?

Was Frauen wirklich denken: Weihnachten unter Palmen?

Dieses Jahr wollte ich auch gerne weg sei, unter Palmen sitzen, Sonne genießen und all dem entkommen, was Weihnachten ausmacht. Endlich meinen lang gehegten Wunsch, Weihnachten im Süden zu verbringen, verwirklichen und statt Schnee und Lametta am Strand sitzen und Wärme tanken.

All die Jahre davor kam immer irgendwas dazwischen: der Wunsch der Eltern, dass die Kinder nach Hause kommen, der Lebensgefährte, der partout nicht Weihnachtsbaum gegen Palmen tauschen wollte, Termine im Beruf, die die Tage zwischen den Jahren füllten, zu spät nach einer Reise geschaut haben und nicht irgendwo landen wollen in überbuchten Hotels, die dann plötzlich auch die Besenkammer zum Gästezimmer umfunktionieren.

Wie gesagt: dieses Jahr sollte es anders werden.


Ich hatte auch eine Option auf eine Kreuzfahrt, die kurz vor Weihnachten beginnen würde und ein Neujahr auf hoher See versprach. Eine Freundin wollte mitkommen und wir sahen uns bereits weit weg vom alljährlichen Ritual in fernen Welten.

Was dazwischen kam?


Der Bericht von Nachbarn, die letztes Jahr mit ihrer kleinen Tochter dem Weihnachtsrummel davon geflogen sind - und dann mittendrin landeten. Der geschmückte Baum war noch größer als der zuhause, am Heiligen Abend sangen die Hotelgäste "Stille Nacht" und irgendwie war das ganze Hotel, das Tausende von Flugkilometern entfernt lag, eingetaucht in die goldene Weihnachtswelt. Kugeln und Lametta, Engel und Weihnachtssterne, mit Lichterketten umgarnte Palmen und - was für meine Nachbarn am schlimmsten war - ein gewisser sehnsuchtsvoller Blick nach "Zuhause" in den Augen der Menschen, die mittags am Pool in Bikini und Badehose lagen, um sich abends weihnachtlich zu kleiden.

Reist Weihnachten also mit uns?


So wie unsere Fragen und Sorgen, unsere Lieben und Nächsten? So wie wir selbst, egal wohin wir uns auf den Weg machen und zu entfliehen suchen?

Meine Freundin und ich haben uns jedenfalls entschieden, die Kreuzfahrt nicht anzutreten. Zum Glück hatten wir noch nicht gebucht. Wir wollen uns das noch einmal genau überlegen. Sonst landen wir zwar am anderen Ende der Welt, aber letztlich genau dort, wo Weihnachten ist. Eben überall. Vielleicht ist das ja auch das Schöne und Besondere an Weihnachten.

Und vielleicht feiern sogar da oben im Himmel die Sterne und wer sonst noch dort zuhause ist eben jenes Fest, das wir der Liebe und dem Frieden gewidmet haben?

6 Kommentare

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Ich lebe in den Tropen und wenn die Jacaranda Baeume zum bluehen anfangen und das Thermometer auf 30 plus steigt, weiss ich, Weihnachten naht! Vor mich hinschwitzend traeume ich von einem weissen Weihnachten, Frost, klirrender Schnee und eine Mitternachtsnesse, das waere mein Weihnachten. Aber dies sind wohl Kindheitserinnerungen. Der Ueberkonsum und die Hektik besteht auf der ganzen Welt, aber man muss ja nicht teilnehmen. Fuehle ich mich in diesen Tagen einsam....ein wenig ja,
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Ich habe Weihnachten zweimal in der Ferne verbracht und ich habe es sehr genossen. Es geht ja nicht darum, dass man keinen Weihnachtsbaum mehr sehen kann, sondern um das ganze Theater drumherum: Welche Verwandten besuche ich wann, was bringe ich mit, wen lade ich an welchem Weihnachtstag ein, was muss ich für überraschende Besuche unbedingt im Kühlschrank horten, wie schmücke ich den Baum heuer, wen darf ich nicht enttäuschen und bin ich auch wirklich glücklich und zufrieden wie ich das an Weihnachten sein soll? Und dann natürlich auch: Wie kriege ich die angefressenen Kalorien wieder weg?

"Ich bin Weihnachten nicht da" - welch wunderbar erleichternder Satz! Einmal war ich in Teneriffa, einmal in den Emiraten. Für die Touristen gab es überall einen Weihnachtsbaum, in den Emiraten schritt sogar ein rot gewandeter Mann mit Rauschebart, einer Art Bischofsmütze und Kamel am Strand entlang. Das war so skurril und erheiternd! Es gab besonders gutes Essen und am Tag danach lagen wir in der Sonne und gedachten mitleidig der Familienessen und der kurzen Tage daheim.

Jetzt in der Rente bleibe ich Weihnachten daheim und fliege dann in den Süden, wenn die Reisezeit preisgünstiger ist. Ich sehe im Glitzerschein der Weihnachtsmärkte und Christbaumlichter einen gelungenen (!) Versuch, die langen Nächte heller zu machen, sich auf den Frühling zu freuen, bewusst Menschen zu treffen. ...

Aber die Flucht in den Süden hat was! Eindeutig!
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In ein Land zu reisen, wo es den ganzen Weihnachtsrummel nicht gibt, wäre eine Option.
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Ist es wirklich noch das Fest der Liebe?
Setzen wir uns nicht unter Druck, um die besten, modernsten, angesagtesten und am meisten Glück spendenden Geschenke zu ergattern und zu verschenken? Ist das noch beschaulich oder sollen alle nur auf das schauen, was wir alles kaufen können? Oder versuchen wir sogar mit mehr und größeren Gaben mehr und größere Liebe zu bekommen?
Und was bringt es, zu versuchen, dem Trubel zu entfliehen?
Dem Touri wird alles geboten was Buchungen bringt, auch Weihnachtsbaum und Lametta.
Ich habe mir immer gewünscht, Weihnachten so normal wie möglich zu verbringen. Ein gutes Essen, ein paar kleine Anekdoten, das Jahr Revue passieren lassen. Mit meinen Söhnen, mit Freunden, mit meinen Geschwistern; nicht alle auf einmal, aber mit dem Einen oder der Anderen. Ich bin auf dem Weg dorthin. Und es ist schön so.
Und ja, alles aus Liebe.
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