Latein: Sollte man der toten Sprache endlich den Stecker rausziehen?

Latein: Sollte man der toten Sprache endlich den Stecker rausziehen?

News Team
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Von News Team

Latein ist, wie jeder weiß, der Eckpfeiler des Humanismus. Das Lernen der Sprache schult das logische Denken. Und ohne sie würden wir den "Zugang zur europäischen Phantasie" verlieren, schreibt heute zumindest die FAZ. Aber sind diese Gründe gewichtig genung, um unsere Schulkinder dazu zu zwingen, eine tote Sprache zu lernen?

Können nicht auch Menschen, die kein Wort Latein sprechen große Menschenfreunde und überragende Logiker sein? Sind nicht umgekehrt viele Bösewichter der Geschichte "humanistisch" gebildet gewesen? Braucht es wirklich eine tote Sprache, um europäische Phantasien zu entwickeln?

Oder wäre die Abkehr von Latein ein dramatischer Wissensverlust, durch den Inschriften in der heimatlichen Kirche oder auf Denkmälern nur noch von wenigen Experten gelesen werden könnten? Brauchen wir Latein, um unsere Heimat zu verstehen?

Sollte Latein als Schulfach abgeschafft werden?

Ja, English is much more important.
22.1 %
Nein, non scholae sed vitae discimus.
77.9 %
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229 Kommentare

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...nein sollte man nicht.
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Habe in grauer Vorzeit das Abitur mit großem Latinum gemacht, weil man mir androhte, man werde mich zu Bauern als Kuhmagd schicken, ich mochte aber meine Hände nicht so schmutzig machen. In meiner langjährigen Karriere als Übersetzerin hat mir dann das olle Latein immer wieder erheblich geholfen, weil es mich auch ohne Lexika schnell durch Ableitung zu richtigen und oft eleganteren Lösungen führte. Latein wurde uns damals so gut eingebläut, dass ich noch heute Grammatikverse kenne (z.B. als Feminina merkt dir gut, mensis Monat, sanguis Blut) und einige Hexameter auswendig kann.
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Latein sollte weiterhin an den höheren Schulen angeboten werden. Es ist für bestimmte Studienfächer ( u.a. Medizin, Zoologie, Botanik) unabdingbar, die lateinische Sprache zu beherrschen.
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Latein ist so gut wie an keiner Schule Pflichtfach, es gab und gibt immer Alternativen, die man im Voraus weiß und wählen kann. Wozu also diese Umfrage??? Niemand wird gezwungen dazu! Und Englisch in Konkurrenz zu Latein zu stellen, zeugt von reichlich Ignoranz, denn Englisch wird an jeder Pflichtschule gelehrt und das ist nicht abhängig von einer Wahl des Lateinischen oder nicht. Unbestrittten ist Englisch - neben Spanisch, wozu ebenfalls Latein eine Hilfe ist - die Weltsprache - aber es gibt da kein "Entweder - Oder"!
Ich habe das Große Latinum mit Freude erworben, das mir nicht nur für die deutsche Grammatik, für zahllose "Fremdwörter", für Englisch und die romanischen Sprachen eine Hilfe war, sondern für alle lateinischen liturgischen Formen der katholischen Kirche.
Warum wird immer wieder suggeriert, dass Freude am "Lernen an sich" schon elitär sei und zudem in Widerspruch stehe zur Nützlichkeit und zum "Willen des Volkes"? Wie traurig!
Schaue sich ein jeder mal Schulkinder in Afrika an, etwa in Nigeria - dann erleben Sie, wie Kinder begierig sind nach Wissen und wie sie Freude am Lernen haben - ohne alle Hilfsmittel, nur dank ihres Kopfes...! Diese Generationen werden uns müde und schwach gewordenen Abendländer mit Ihrem Wissen und ihrem Engagement irgendwann mit Leichtigkeit überholen.
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Ich habe Latein nach der Schule mein ganze Leben lang nie mehr gebraucht!
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Es gibt nicht nur Gymnasien, die Latein lehren.
Wer das gar nicht mag, sollte sich ein Gymnasium mit anderem Profil auswählen.
Es gibt allerdings außer den hier genannten Vorteilen, wenn man Latein wenigstens einigermaßen beherrscht, auch viele Berufe, wo Latein Bedingung ist. Also- nicht unbedingt verbannen...
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Wenn jemand "sinn- und verstandlos" im Fitness-Studio Übungen macht, die er im täglichen Leben überhaupt nicht braucht, wird dies allgemein akzeptiert und sogar für gut befunden, weil es der körperlichen Ertüchtigung dient. Wenn einer "sinn- und verstandlos" Übungen in einer zwar faszinierenden aber toten Sprache macht, weil es ja der geistigen Ertüchtigung dient, wird dies häufig als altmodisch und unnötig angesehen. Ich habe Latein in der Schule gelernt und es hat nicht immer Spaß gemacht (die Übungen im Fitness-Studio machen mir meist auch keinen Spaß), aber was ich für andere Sprachen und für die geistige Beweglichkeit gelernt habe, möchte ich nicht missen. Abgesehen davon ist es sicher kein Fehler, wenn die Elite eines Landes seine historischen und kulturellen Wurzeln kennt. Fazit: Unbedingt beibehalten.
Mit der Lateinischen Sprache stirbt ein Teil unserer Kultur!
Herr Epple hat recht.
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Latein war auch für mich kein Lieblingsfach. Aber ich bin sehr froh, daß ich die Paukerei durchgehalten hatte, denn beruflich und auch privat macht das Wissen vieles leichter
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Latein war für mcih ein Horror in der Penne und hat mir nur 5en eingebracht. Aber im Leben hat es mir bis heute geholfen bei Sprachen! Ohne Latein wäre das Spracenlenen sternil gewesen!
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Nachdem unser Unterrichtsystem sehr wohl an vielen Stellen kränkelt sollte man auch über die bedeutung von Latein als Fach nachdenken. Wie viele Stunden und Euros für Nachhilfe da einfließen um die Prüfung zu schaffen ist sicherlich über dem Maß der Sinnhaftigkeit, vor allem wenn es danach keine Verwendung mehr findet. Sprachen sind wichtig, weil es den Zugang zu einer anderen Kultur eröffnet und Verständnis für das Andersein schafft. Ich denke dass einige Aspekte im Unterrichtswesen einer guten Überlegung bedürfen z.B. aus welcher Motivation will jemand Unterrichten oder, was sollen mündliche Prüfungen am Beginn einer Stunde vor allem in der Zeit wo die Konzentration noch vorhanden ist.
Wie kann das Interesse der Schüler/Studenten geweckt werden die/den jeweilige/n Materie/Unterrichtsstoff lernen zu wollen? Ich erinnere mich an den Deutschunterricht als elendiges Grammatik pauken wobei der Wert und die Liebe zur Muttersprache nie zur Geltung kam. Lernen wollen und Unterrichten wollen mit der richtigen Motivation würde wohl den größten Unterschied machen jedoch um das zu steuern bedarf es mehr als den Unterricht als Einkommensquelle oder als Freizeitraub zu betrachten.
Latein hat sicher seinen Platz es sollte aber sicher nicht als Kriterium für irgend etwas sein sondern als unerläßlich für das Fachgebiet und den Beruf erforderlich sein.
Nur um der Sache Willen, weil es den Zugang zu anderen Sprachen erleichtert ist zuwenig für den Aufwand den die meisten Schüler/Studenten dafür aufbringen müssen derweil andere Fächer viel dringender sind sich damit zu befassen.
Eine Fächerauswahl könnnte sehr wohl bei vielen Kindern die Freude am Lernen fördern. Kritik an Unterrichtsfächern nur an Latein festzumachen ist mir zuwenig.
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