Wasserstoff-Tankstelle eröffnet: Der richtige Weg in die Elektromobilität?

Mirai  von Toyota. Das Brennstoffzellenfahrzeug namens "Zukunft" fährt emiss ...
Mirai von Toyota. Das Brennstoffzellenfahrzeug namens "Zukunft" fährt emissionsfrei mit Wasserstoff als EnergieträgerFoto-Quelle: Toyota

Na geht doch, möchte man all den Skeptikern zurufen, die immer wieder auf dem „Henne-Ei-Problem“ herumhacken, die Brennstoffzelle chancenlos zu reden, um die Wasserstoffwirtschaft abzulehnen. Aber jetzt ist die erste Wasserstoff-Tankstelle an der Autobahn eröffnet worden. Durchdachte Strategie oder blinder Aktionismus?

Der Autobauer Daimler, der Gasproduzent Linde und der französische Mineralölkonzern Total haben gemeinsam an Autobahnraststätte Geiselwind an der A3 zwischen Nürnberg und Würzburg die Zapfstelle eröffnet. In knapp drei Minuten können die Brennstoffzellen-Fahrzeuge betankt werden. Das reicht für 400 Kilometer rein elektrischen Fahrens. Lokal total emissionsfrei. Denn aus dem Auspuff kommt nur Wasserdampf.

Toyota und Hyundai bieten Wasserstofffahrzeuge zum Kauf an


Dumm nur, dass der älteste Automobilhersteller der Welt kein Wasserstoffauto im Angebot hat. Toyota und Hyundai aber schon. Sie bieten in diesem Jahr zwei Fahrzeuge zum Kauf an. Hybrid-Weltmeister Toyota hat zum Preis von 66.000 Euro plus Mehrwertsteuer den Mirai im Katalog. Das Brennstoffzellenfahrzeug ist in Japan dank der großzügigen Unterstützung der Regierung ein Hit. Hyundai ist mit dem ix35 auf dem deutschen Markt und bietet den Fuelcell-SUV für knapp 65.000 Euro an.

50 Tankstellen bis Jahresende


Staat und Industrie haben bis zum nächsten Jahr gemeinsam für Forschung, Entwicklung und Demonstrationsmodelle insgesamt 1,4 Milliarden Euro bereitgestellt, um die Wasserstoffwirtschaft zu fördern. Ziel ist ein verstärkter Ausbau der Infrastruktur. Bis Ende 2015 sollen bereits 50 Wasserstofftankstellen in den Metropolregionen und entlang der Hauptverkehrsachsen stehen.

Brennstoffzelle: Technologiesprung nicht verschlafen


Mag ja sein, dass jetzt mit Wasserstoff Gas gegeben wird, weil der erfolgreiche amerikanische Elektroauto-Pionier Tesla der europäischen Industrie im Nacken sitzt. Auch herrscht die Angst vor, vom technologischen Fortschritt überrannt zu werden, weil die Autos der Zukunft zwar entwickelt sind aber nicht, mit dem notwendigen Elan und Pioniergeist vorangetrieben werden. Hatte doch gerade Mercedeschef Dieter Zetsche vor zwei Jahren das Wasserstoffprojekt wieder auf Eis gelegt. Auch hat Toyota mehr als 5.600 seiner Patente zur Fuel Cell freigegeben, Grund genug, unruhig zu werden.

Was meint die Seniorbook-Gemeinde dazu? Wasserstoff - Der richtige Weg? Oder sind batteriebetriebene Elektroautos die bessere Lösung? Und wer soll das alles bezahlen? Schließlich soll - so meine ich - automobile Mobilität für Alle erschwingbar bleiben.

1 Kommentar

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Ich frage mich warum es nicht schon lange Wasserstofffahrzeuge gibt, Gebaut wurden sie ja schon .Die Teschnik ist nicht kompliezierter, den Rohstoff Wasser gibt nahezu unbegrenzt und als abfallprodukt entsteht dann wieder Wasser ..
Problematisch ist die Lagerung im Fahrzeug . Wenns knallt ist nichts mehr zu retten , Eine Lösung zu entwickeln sollte doch mitlerweile möglich sein. Besser gesgt gibt es das sogar.. Stattdessen werden Batterien entwickelt deren Herrstellung mehr umweltgifte und Ökoschäden verursacht wie unsere bisherigen Ölbrenner es auch tun. Und wirklich brauchbares erreicht wurde bisher ja nicht . Alleine die Ladezeiten im verhältniss zur Reichweite stehen in keinem Verhältnis. Da wird ein Stau schnelll zu einem horrortripp oder sogar Todesfalle .
Genau das macht es derzeit noch, wie man sieht, fast unverkäuflich.

Ich war selbst bei einem Projekt dabei, Brennstoffzellen in kombination von Solarenergie effektiver zu bekommen und gleichzeitig den Energiebedarf zu senken .. wurde aber dann wegen fehlenden investoren wieder eingestell. Warum ist mir unbegreiflich .. Ist es doch nur Politik und die macht der Ölmultis? Was die dann wohl verkaufen wenn das öl versiegt ist ?
Tja so wird es leider nichts mit Umweltschutz und Sicherrung von Recourcen .

Ja, definitiv ist Wasserstoff der Richtige weg. Wir müssen ihn nur gehen bevor es zu spät ist
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